Schalker Verein

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© 2011  Claudia Dreyße Der Festplatz vor dem denkmalgeschützten ehemaligen Schalthaus 

© 2001  Planergruppe GmbH Oberhausen, Tor 5 Architekten Städtebauliches Gesamtkonzept, M 1:2.000 

© 2002  Planergruppe GmbH Oberhausen Eingangsplatzfolge; ausgezeichnet beim Landeswettbewerb Stadt macht Platz – NRW macht Plätze 

© 2009  Planergruppe GmbH Oberhausen Entwurfsplanung Eingangsplätze, M 1:200 

© 2011  Claudia Dreyße Die Bastion 

© 2011  Claudia Dreyße Die Bastionsmauer und die Nordfassade des Schalthauses 

© 2011  Claudia Dreyße Der Bastionsplatz 

© 2011  Claudia Dreyße Der Bastionsplatz in der Abenddämmerung 

© 2011  Claudia Dreyße Sitzbänke aus zweifarbigem Betonwerkstein 

© 2011  Claudia Dreyße Detail: Materialität 

© 2011  Claudia Dreyße Das ehemalige Schalthaus ist der Ankerpunkt zwischen Festplatz und Bastionsplatz 

© 2011  Claudia Dreyße Treppen zum Festplatz 

© 2011  Claudia Dreyße Der Festplatz 

© 2011  Claudia Dreyße Der Festplatz 

© 2011  Claudia Dreyße Detail: Möblierung 

© 2011  Claudia Dreyße Detail: Treppenanlage, Beleuchtung 

© 2011  Claudia Dreyße Die lange und gekrümmte Mauer fasst den Festplatz im Süden 

© 2011  Claudia Dreyße Detail: Festplatzmauer aus gestocktem Beton 

© 2011  Claudia Dreyße Detail: Festplatzmauer und Treppe 

© 2011  Claudia Dreyße Zugang zum Festplatz im Norden. Im Hintergrund ist der Erzbunker zu sehen. 

© 2001  Planergruppe GmbH Oberhausen, Tor 5 Architekten Solarkraftwerk – Unser Vorschlag beim städtebaulichen Wettbewerb 2001 

© 2013  Claudia Dreyße Solarkraftwerk, Bunkervorplatz, Skateanlage und Crossbike-Parcour 

© 2013  Claudia Dreyße Skateanlage auf dem Bunkervorplatz 

© 2013  Claudia Dreyße Skateanlage auf dem Bunkervorplatz 

© 2013  Claudia Dreyße Stufentribüne 

© 2013  Claudia Dreyße Skateanlage auf dem Bunkervorplatz 

© 2013  Claudia Dreyße Skateanlage auf dem Bunkervorplatz 

© 2013  Claudia Dreyße Skateanlage auf dem Bunkervorplatz 

© 2013  Claudia Dreyße Die Fundamente der Hochöfen sind Teil der Skateanlage 

© 2013  Claudia Dreyße "Elefantenfüße", die Fundamente der Hochöfen 

© 2013  Claudia Dreyße Klettern an den "Elefantenfüßen" 

© 2013  Claudia Dreyße Crossbike-Parcour auf den Resten der Gießereihalle 

Schalker Verein Neubau der Platzfolge auf dem Zukunftsstandort Schalker Verein östlich des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs


„Beim Projekt Schalker Verein Gelsenkirchen würdigte die Jury insbesondere den behutsamen und nutzerorientierten Ansatz. Das Konzept zur Wiedernutzbarmachung des Areals „Schalker Verein“ setzt sich mit der nach wie vor aktuellen Fragestellung der Nachnutzung altindustrieller Relikte auseinander. Der Planergruppe Oberhausen gelingt es dabei, mit einer ebenso kraftvollen wie uneitlen Formensprache den Raum neu zu definieren und dabei die Ästhetik nutzergenerierter zufälliger Elemente ganz selbstverständlich zu integrieren.“
(Aus der Pressemitteilung zur Verleihung des Nordrhein-Westfälischen LandschaftsArchitekturPreis 2014)

Aufgrund der langen Brachzeiten stand auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerkes Schalker Verein, ein Stück ‚second-hand-Natur‘ zur Verfügung. Im Zuge eines städtebaulichen Wettbewerbes wurden diesen Naturflächen als Potential des Standortes erkannt und davon das Motto ‚Investor Grün‘ abgeleitet. Die Freiräume wurden kurzfristig zugänglich gemacht und bilden ein Gerüst für die langfristige Entwicklung des Geländes. Entstehen soll ein attraktiver ‚Campus‘, der mit einem grünen Rand an die angrenzenden Stadtviertel anschließt. In unmittelbarem Zusammenhang mit dem denkmalgeschützten Erz- und Kohlebunker im Süden wird das vorhandene Grünpotenzial erhalten und durch eine extensive Grünanlage im Norden erschlossen.

Für die langfristige städtebauliche Entwicklung wurde eine innere Grünachse mit Solitärgebäuden vorgeschlagen, die das Herzstück eines hochwertigen Gewerbeparks für ‚Startups‘ werden soll. Die Erschließung von der Innenstadt im Westen aus in das Gelände wird über drei Plätze organisiert. Der Bastionsplatz und der Festplatz akzentuieren den Höhensprung und bilden zwei stadttauglich dimensionierte und baulich gefasste Zugangsräume aus. Sie leiten über zu dem großzügigen Freiraum zwischen Erzbunker und Bahnlinie.

Die so entstandene Platzfolge, die maßstäblich an den Strukturen der ehemaligen Industrie orientiert ist, ist nicht nur das Entree des Quartiers und erstes Signal für neue Investitionen, sie bietet schon im ersten Schritt neuen Raum für alle nur denkbaren Aktivitäten und Aneignungen.

DER BASTIONSPLATZ
In Richtung Innenstadt präsentiert sich das Gelände des Schalker Vereins mit einer Bastion aus Ziegelmauerwerk, die das Denkmal Schaltzentrale hervorhebt und umschließt. Eine Rampe dient als barrierefreier und fahrradtauglicher Zugang von der Hohenzollernstraße zur mit Schnurbäumen überstandenen ebenen Platzfläche. Treppenanlagen bieten direkte Zugänge von der Hohenzollernstraße. Der Platzbelag aus Basaltpflaster wird durch barrierefreie Laufwege aus großformatigen Platten strukturiert. Das Baumraster bietet Möglichkeiten zur Nutzung als kleiner Marktplatz, für den Elektroinstallationen vorgehalten sind. Baumstrahler beleuchten den Platz indirekt.

DER FESTPLATZ
Östlich der Schaltzentrale schließt der Festplatz an, dessen segelförmige Platzfläche wie eine Lichtung aus dem Schnurrbaumhain herausgeschält ist. Das Basaltpflaster bildet auch hier den Rahmen für eine in leichtem Gefälle geneigte, robuste Asphaltfläche, die durch großformatige Betonplatten strukturiert wird.

Im Westen wird der verlaufende Höhenunterschied mit Treppen erschlossen, im Süden zeichnet die im weiten Bogen geschwungene und schräg gestellte Festplatzmauer die Kontur des Segels nach. Die Dimension der freien Fläche des Festplatzes bietet auch größeren Veranstaltungen Raum. Drei in der Neigung der Betonwand gekippte Beleuchtungsstelen werfen punktuell konzentriertes Licht auf den Asphaltbelag. Schaltkästen und ein Hydrant bieten Anschlussmöglichkeiten für die Marktnutzung und weitere Veranstaltungen.

DER BUNKERVORPLATZ
Das Denkmal Erzbunker wird freigestellt und als spektakulärer Solitär inszeniert. Im westlichen Teil wird die 200 Meter lange Betonskulptur erschlossen und bietet von dort Einblicke in die imposante Unterwelt der Anlage. Südlich des begehbaren Bunkerabschnitts markiert eine Asphaltfläche den Bunkervorplatz als Sport- und Bewegungsfläche. Die weiter südlich gelegenen Elefantenfüße – die Fundamente der ehemaligen Hochöfen – werden teilweise in eine Skateanlage integriert. Weiter östlich stehen sie in einer extensiven Wiesenfläche und sind als Kletterobjekte ausgestaltet. Die Hochfläche zwischen den Mauerresten der Gießereihalle wurde als ausgedehnter Cross-Bike-Parcours gestaltet.

 


Garten des Monats • Jahrgang 2014

April 2014

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Thomas Dietrich, Ulrike Beuter

 


Planungsbeteiligte Partner • Bauausführende Firmen

Städtebaulicher Wettbewerb 2001, Teammitglied
Tor 5 Architekten
Herfried Langer, Markus Wüllner

Alleestraße 144
44793 Bochum


Verkehrsplanung
Ingenieurbüro Kühnert
Christian Duksa

Alfred-Döblin-Straße 11
59192 Bergkamen

 


Weitere Informationen im Internet

Schalker Verein bei planergruppe-ob.de

Schalker Verein bei referenzbauten.de

Zukunftsstandort Schalker Verein

Stadt macht Platz - NRW macht Plätze 2002

Die preisgekrönten Plätze bei YouTube

Planung

Planergruppe GmbH Oberhausen
Thomas Dietrich, Ulrike Beuter, Harald Fritz, Sigrid Kenke, Katja Schreiber, Bianca Porath, Andreas Hegemann, Sascha Wienecke, Ute Aufmkolk

Lothringer Straße 21
46045 Oberhausen


Projektinformationen

Projektzeitraum
2001 - 2015

Größe
ca. 4 ha Platzflächen

Auftraggeber • Bauherr
NRW.URBAN GmbH und Co. KG
Stadt Gelsenkirchen

Adresse
Europastraße 1
45888 Gelsenkirchen


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