Wietzepark Langenhagen - Neugestaltung des Parkeingangs […]

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Raseneisenstein

Entwurfskonzept

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Raseneisenstein

© 2008 Dagmar Schmidt | Villena-Kirschner

Raseneisenstein

Ausgangspunkt für den Entwurf ist der in den Grundwasserböden des Landschaftsraums verbreitete Raseneisenstein, eine vor allem durch ausgefälltes Eisen hart verkittete Schicht im hier dominierenden Sandboden. Einstig Rohstoff zur handwerklichen Eisenverhüttung wurde er auch als Baumaterial in einem an Steinen armen Naturraum verwendet und findet sich im Mauerwerk zahlreicher historischer Gebäude in der Region wieder.

Leitidee des Gestaltungskonzeptes war es, das „Eisen“ in den Langenhagener Böden bei der Gestaltung der Parkeingänge mit Mitteln der Landschaftsarchitektur sichtbar zu machen, es gewissermaßen aus dem Untergrund hervorzuheben. Das Bild einer tektonischen Verwerfung, bei der der eisenhaltige Bodenhorizont hervortritt, ist Gegenstand des Entwurfs.

 

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Entwurfskonzept

© 2008 Dagmar Schmidt | Villena-Kirschner

Entwurfskonzept

Um den unter der Erdoberfläche liegende Raseneisenstein "sichtbar" zu machen, sieht die Gestaltung Wetterfesten Baustahl vor. Wie bei einer tektonischen Störung treten die durch die rostige Oberfläche des Stahls verbildlichten eisenhaltigen Bodenhorizonte zu beiden Seiten des Parkeingangs "zu Tage". Während die aus Cortenstahl bestehenden Ecken Erdböschungen ähnlich geneigt sind, werden die Erdkörper mit pflegeextensiven Bepflanzungen aus Stauden und Gräsern begrünt. Die im Stadtgebiet eher seltenen Staudenanlagen heben die markante Gestaltung des Eingangs hervor. Der Boden unter den Pflanzen wird mit einer mineralischen Mulchdecke aus schottrig gebrochenem Raseneisenstein abgedeckt. So kontrastieren der rostige Stahl und der Mulch sehr ansprechend zum Grün der Pflanzen.

 

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© 2008  Villena-Kirschner Entwurf 

© 2008  Villena-Kirschner Parkeingang vor Umbau 

© 2009  Villena-Kirschner Staudenmischpflanzung im ersten Sommer nach der Pflanzung 

© 2009  Villena-Kirschner Blickachse 

© 2009  Villena-Kirschner Wochenend-Radverkehr 

© 2010  Villena-Kirschner Eingang Wietzepark 

Vegetationsbild der Gehölz- und Staudenmischpflanzung im ersten Fühjahr nach Pflanzung

Wietzepark Langenhagen - Neugestaltung des Parkeingangs Reuterdamm Projekt der Gartenregion Hannover 2009


Das neue Entree zu dem ab 2000 entstandenen Wietzepark markiert einen Knotenpunkt wichtiger Radwegeverbindungen und Parkwege sowie der tangierenden Kreistraße 325. Der Wietzepark ist Teil des übergeordneten, regional bedeutsamen Erholungsraums Wietzetal im Norden Hannovers. Die Neuordnung der Wegeeinmündungen und Aufweitung zu einem kleinen Vorplatz erleichtert die Begegnung von Fußgängern und Radfahrern, bietet Gelegenheit zu einem kurzen Stopp, zur Neuorientierung im Wegenetz und verbessert die Übersicht und Sicherheit bei der Straßenquerung. Flankiert durch zwei Erdkeile mit Stütztafeln aus oberflächig rostendem wetterfestem Cortenstahl und bedeckt mit einer blütenreichen Staudenmischpflanzung, erhält der Parkzugang gleichzeitig eine markante Gestalt, die insbesondere Bezug nimmt auf den naturraumtypischen, die unteren Bodenschichten prägenden Raseneisenstein.

 


Planungsbeteiligte Partner • Bauausführende Firmen

Künstlerische Mitwirkung
Dagmar Schmidt, Künstlerin

Langenhagen

Planung

V i l l e n a Landschaftsarchitektur + Umweltplanung
Stefan Villena-Kirschner, Dipl.-Ing. (FH) Freier Landschaftsarchitekt bdla

Kastanienallee 24
28717 Bremen


Projektinformationen

Projektzeitraum
2008 - 2010

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Langenhagen

Adresse
Reuterdamm
30853 Langenhagen


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