Landschaftspark Drachenburg im Siebengebirge

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© 2013  Bermbach Der Pleasureground an Schloss Drachenburg 

Landschaftspark Drachenburg im Siebengebirge Parkpflegewerk und Parkrestaurierung


1882/83 ließ sich Bankier Stephan von Sarter auf halber Höhe zum Drachenfels ein "Märchenschloss" im Stil des Historismus erbauen. Unverzichtbar für das Gesamtkunstwerk Drachenburg war der ausgedehnte, das Schloss in seiner Wirkung steigernde Landschaftsgarten. Mit seiner klaren Gliederung in Terrassen, Pleasureground, Hangwiesen und Parkwald folgt er dem sog. Zonierungsprinzip: Von der opulent mit blumenreichen Beeten ausgestatteten Schlossterrasse und ihrem spektakulären Blick ins Rheintal führt eine Treppe hinab zur Venusterrasse. Ein Brunnen, geschnittene Linden und wiederum bunte Blumenvielfalt machen die Venusterrasse zum vielleicht reizvollsten Teil des Parks. Vor dem Portikus des Schlosses lädt der Pleasureground mit seinen geschwungenen Wegen, alten Bäumen, vielfältigen Sträuchern, Rosen und Blumen zum Flanieren ein. Ein hieran anschließender, fast 1 km langer Weg führt schließlich durch Wiesen und Haine, mit wiederum spektakulären Ausblicken auf das imposante Schloss und zum Rhein, hinab in den Parkwald mit dem Felsenmeer.
Die Arbeiten am völlig verwahrlosten Landschaftspark Drachenburg begannen 1992 mit der Erarbeitung des Parkpflegewerks und der Festlegung der Zielvorstellungen. Am Drachenfels als ältestem Naturschutzgebiet Deutschlands war die Ausarbeitung und Berücksichtigung ökologischer Zielsetzungen selbstverständlicher Planungsinhalt. Von 1999-2011 wurden Terrassen und Park in mehreren Bauabschnitten in den historisch nachgewiesenen Zustand zurückversetzt. Schwerpunkte waren die Wiederherstellung der Schlossterrassen und des kompletten Wegenetzes, die Öffnung der zugewucherten Sichtachsen in den Park, auf das Schloss und in die Rheinlandschaft sowie die Neubepflanzung des Parks gem. historischer Vorlagen.

Planung

Gerd Bermbach

Alte Schule - Grunewald 17
51588 Nümbrecht


Projektinformationen

Projektzeitraum
1992 - 2012

Größe
10,1 ha

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Königswinter,
Nordrhein-Westfalen Stiftung

Adresse
Drachenfelsstraße 118
53639 Königswinter


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