A 281 - Zwischen Hightech, Laubenpieper und Natura 2000

Stories

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Freiräume vernetzen

Natur vernetzen

Akteure vernetzen

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Freiräume vernetzen

© 2013 pgg | planungsgruppe grün gmbh

Einbindung der Autobahn

In bepflanzte Wälle eingebundene Autobahn mit Brücke für Fußgänger und Radfahrer.

©   | Prof. Bellmer Ingenieurgruppe GmbH

Randbepflanzung Lärmschutzwall

Landschaftsgestalterische Einbindung der Autobahn durch naturraumtypische Pflanzung.

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Rad- und Fußgängerbrücke

Die Trennwirkung der Autobahn wurde durch eine Vielzahl der Querungsmöglichkeiten minimiert.

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Ins Wegenetz eingebundene, neu angelegte Kleingartenanlage

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"Pusdorfer Meile", Planung

Die Planung für einen Stadtteilpark im Randbereich der Autobahn - ursprünglich als Gewerbefläche vorgesehen - bildet das Gerüst für die weitere Entwicklung und Nutzungsansprüche aus den benachbarten Stadtquartieren, z.B. für lärmintensive Freizeitaktivitäten.

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Rablinghauser Vorfluter, vorher

Bestandssituation des quartiersangrenzenden Grünzuges Rablinghauser Vorfluter.

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Rablinghauser Vorfluter, nachher

Ökologische Umplanung des Rablinghauser Vorfluters und Erweiterung zu einem Parkverbund Rablinghauser Vorfluter - Pusdorfer Meile - Hakenburger See.

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Grünzug Rablinghauser Vorfluter

Renaturierung und Erholungsflächen

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Freiräume vernetzen

Zusätzliches Wegesystem vernetzt angrenzende Wohnquartiere, Freiräume und die offene Landschaft im Bremer Südwesten, dessen umgebungsbezogene Gestaltung die eingebundenen Räume besser erlebbar macht.
Entwicklung des wohnungsnahen Grünzuges „Pusdorfer Meile“ im Randbereich der Autobahn.
Durch Renaturierung eines Vorfluters erfolgt Aufwertung zum parkartigen Grünzug mit Verbesserung der Erholungsnutzung.
Schaffung von Ersatz für in Anspruch genommene Kleingärten.

 

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Natur vernetzen

© 2013  | planungsgruppe grün gmbh

Biotopkomplex aus Gewässerlebensräumen

Im Vorfeld der Baumaßnahme sind Ausweichhabitate für Flora und Fauna der Gewässer, Ufer, Röhrichte und Ruderalfluren geschaffen worden.

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Schwanenblume (Butomus umbellatus)

Charakterart der Röhrichte

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Vernässung zusätzlicher Grünlandflächen

Verbesserung der Habitatqualität der Biotopstrukturen durch abgestimmte Nutzungsauflagen der Flächen.

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Bruthabitate für die Rohrweihe (Circus aeruginosus)

Vorhandene Biotopstrukturen wie Graben-Grünland-Areale, Gewässerkomplexe mit Röhrichtstrukturen, Sümpfen und Gehölzen innerhalb des Bremer Feuchtgrünlandgürtels werden als Bruthabitat (Röhrichtflächen) u.a. für die Rohrweihe entwickelt.

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Umverlegtes Mühlenhauser Fleet

Das umverlegte Mühlenhauser Fleet ist Hauptvorfluter für das Grünland und hat eine Verbindungsfunktion zwischen den Gräben des FFH-Gebietes „Niedervieland - Stromer Feldmark“ südwestlich der A 281 - Trasse.

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Umsetzung wertvoller Grabenvegetation

Das Fleet wurde mit einer Entwicklungszeit von 1,5 Jahren vor Beginn der Straßenbaumaßnahme nach dem Vorbild natürlicher Marschgewässer (Ochtum, Wümme) und ökologischen Fachvorgaben verlegt und an die Gräben des Grabensystems angeschlossen.

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Krebsschere (Stratiotes aloides)

Gegen Wasserspiegelschwankungen empfindliche, besonders geschützte Art (Rote Liste) in den Gräben und Tümpeln.

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Fischpass Stauanlage Mühlenhauser Fleet

Durch die Anlage der in ihrer Form erstmalig realisierten Fischpässe an den Wehren werden die vernetzende Funktion gestärkt und die Voraussetzungen für die Entwicklung eines günstigen Erhaltungszustandes der FFH-relevanten Grabenfischarten (Steinbeißer, Schlammpeitzger) deutlich verbessert.

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Schlammpeitzger

FFH-relevante Grabenfischart

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Randgraben mit Kulturstauanlage

Die naturnahe Gestaltung wiederangeschlossener Gräben sowie der Erhalt und die Verbesserung der Durchlässigkeit durch größere Dimensionierung der neuen Durchlässe für die Führung von Amphibien sind als ergänzende Maßnahmen umgesetzt worden.

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Natur vernetzen

Schaffung von Ausweichhabitaten für Flora und Fauna der Gewässer, Ufer, Röhrichte und Ruderalfluren im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme (u.a. Renaturierung von Gewässern).
Mittel- und langfristig Entwicklung von Biotopkomplexen aus Gewässerlebensräumen.
Verbund isolierter, kleinteiliger Feucht- und Nasswiesen durch Vernässung zusätzlicher Flächen zu größflächigem Graben-Grünland-Areal.

 

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Akteure vernetzen

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Ersatzkleingärten

Für durch die Trasse in Anspruch genommene Kleingärten konnten frühzeitig in Abstimmung mit dem Ortsbeirat vor Beginn der Baumaßnahme Ersatzkleingärten geschaffen werden.

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Verein "Pusdorfer Meile e.V."

Der eigens gegründete Verein „Pusdorfer Meile e.V.“ entwickelt den wohnungsnahen Grünzug „Pusdorfer Meile“. Hier können Nutzungsansprüche der Bürger aus den angrenzenden Stadtquartieren eingebracht und umgesetzt werden.

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Fischpassierbare Stauanlage des Mühlenhauser Fleets

Erstmalig wurde in einem interdisziplinären Workshop von Fachbehörden, Gutachtern und Naturschutzorganisationen der Lösungsansatz zur „Ökologische Gestaltung des Mühlenhauser Fleetes“ erarbeitet.

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Akteure vernetzen

Die frühzeitige Einbindung der Bürger und Verbände in den Planungsprozess hat sehr zur Akzeptanz und reibungslosen Umsetzung der Planungsmaßnahmen beigetragen.

 

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©   | planungsgruppe grün gmbh Autobahneckverbindung A 281, 3. Bauabschnitt 

©   | planungsgruppe grün gmbh Lage im Stadtgebiet Bremen 

Lage der in Teilen bereits realisierten A 281 in Bremen zwischen den Bundesautobahnen A 1 und A 27 sowie der Flächen der Ausgleichsmaßnahmen für den 3. Bauabschnitt

©   | Prof. Bellmer Ingenieurgruppe GmbH Realisierter Bauabschnitt 3/1 der A 281 

Minimale Querschnittsgestaltung und Einbindung der Autobahn mit ökologisch gestalteten Verwallungen

©   | planungsgruppe grün gmbh Neuverlegtes Mühlenhauser Fleet 

Im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme ist das Mühlenhauser Fleet südwestlich der Trasse als Teil der Ausgleichsmaßnahmen auf ca. 3.400 m Länge umverlegt und ökologisch aufgewertet worden.

©   | planungsgruppe grün gmbh Verbund kleinteiliger Feucht- und Nasswiesenbiotope 

Naturnahe Gewässerentwicklung und Vernässung von Grünland als Teil eines großflächigen Graben-Grünland-Areals

©   | planungsgruppe grün gmbh Landschaftsgestalterische Einbindung der Autobahn 

Lärmschutzanlage aus begrünten Gabionen zum Schutz des Hakenburger Sees

©   | planungsgruppe grün gmbh Grünzug "Pusdorfer Meile" 

Eine trassennahe Freifläche steht für die Weiterentwicklung als Quartierspark "Pusdorfer Meile" und für unterschiedlichste Nutzungsanspüche der Bürger, z.B. für lärmintensive Freizeitaktivitäten, zur Verfügung.

©   | planungsgruppe grün gmbh Schaffung zusätzlicher Grünzüge, Verbindungswege- und Brücken 

Querungsbrücken zur "Pusdorfer Meile" über die Neuenlander Wasserlöse

©   | planungsgruppe grün gmbh Neu geschaffene Ersatzkleingärten 

©   | Prof. Bellmer Ingenieurgruppe GmbH Querungsbrücke für Fußgänger und Radfahrer 

A 281 - Zwischen Hightech, Laubenpieper und Natura 2000 Deutscher Landschaftsarchitekturpreis 2013: Infrastruktur und Landschaft


Die Autobahneckverbindung A 281 Bauabschnitt 3 dient der verbesserten Erschließung des Güterverkehrszentrums und der Häfen in Bremen. Planerische Herausforderung war u.a. die städtebauliche Einbindung der Autobahn in das Umfeld und die Steuerung der Naturschutz-Belange, da der westliche Abschnitt zwischen Siedlungsrand und einem NATURA 2000-Schutzgebiet verläuft.
Der BA 3/1 wurde im Januar 2008 dem Verkehr übergeben, der BA 3/2 wird seit Juli 2008 realisiert.

Aufbauend auf die fachliche Begleitung des Planfeststellungsverfahrens (Erstellung UVS und LBP) durch die planungsgruppe grün erfolgte die Erarbeitung der Objektplanung.
Planungsziele des 3. Bauabschnitts waren die Minimierung der Eingriffe (Vermeidungsgebot) durch minimale Querschnittsgestaltung und Einbindung der Autobahn mit ökologisch gestalteten Verwallungen sowie die Vernetzungen der Freiräume (Wege, Grünzüge), der Natur (Gewässer, Feuchtbiotope) und der beteiligten Akteure. Die umgebungsbezogene Gestaltung und Vernetzung der angrenzenden Wohnquartiere und Freiräume erfolgte durch Querungsmöglichkeiten, ökologisch aufgewertete Grünzüge und neu belebte Wegebeziehungen in die offene Landschaft.
Die Schaffung von Ausweichhabitaten für Flora und Fauna der Gewässer, Ufer, Röhrichte und Ruderalfluren im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme in einem Verbund von Feuchtbiotopen als auch die Verbesserung der Biotopstrukturen innerhalb des Bremer Feuchtgrünlandgürtels abseits der Trasse zählen zu den Maßnahmen der ökologischen Durchlässigkeit. In einem interdisziplinären Workshop wurde dazu der Lösungsansatz zur „Ökologischen Gestaltung des Mühlenhauser Fleetes“ erarbeitet. Darüber hinaus hat die frühzeitige Beteiligung des Ortsbeirates und die Vereinsgründung des „Pusdorfer Meile e.V.“ für die Entwicklung eines wohnungsnahen Grünzuges Akteure frühzeitig in den Planungsprozess einbinden können.

 


Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2013

Würdigung Sonderpreis Infrastruktur und Landschaft
Juryurteil:
Der Titel der zur Prämierung vorgelegten Planung „Zwischen Hightech, Laubenpieper und Natura 2000“ verdeutlicht bereits die höchstunterschiedlichen Gebietsnutzungen und
-ausweisungen im Planungsraum. So verläuft der östliche Abschnitt zwischen dem Stadtteil von Wolmertshausen und Kleingärten, während der westliche Abschnitt entlang von Gewerbegebieten und einem Natura-2000-Schutzgebiet zu entwickeln war. Eine weitere besondere Herausforderung sind die auf relativ kurzer Strecke auftretenden unterschiedlichen Vorprägungen.
In besonderer und herausragender Weise ist es den Landschaftsarchitekten gelungen, eine für die unterschiedlichen Anforderungen von Mensch, Naturschutz, Landschaftsarchitektur und Verkehrsinfrastruktur ansprechend gestaltete Lösung zu entwickeln.
Mit der Pusdorfer Meile wird ein zusammenhängender Parkverbund zwischen Hakenburger See und Rablinghauser Vorfluter u.a. als Ersatz für entfallende Kleingärten geschaffen. Mit Hilfe zusätzlicher Wege und von Renaturierungsmaßnahmen wird insbesondere für die Anwohner ein gesteigerter Wohn- und Erholungsnutzen erzielt. Anregungen der Bürger wurden integriert.
Das Mühlenhauser Fleet verbindet die Gräben des Naturschutzgebietes Niedervieland und Stromer Feldmark. Für die FFH-relevanten Grabenfischarten wie Steinbeißer und Schlammpeitzger wurden die Lebensbedingungen deutlich verbessert. Für sehr unterschiedliche Arten entsteht ein Biotopkomplex aus verschiedenen Gewässerlebensräumen.
Unter dem Stichwort umgebungsbezogene Gestaltung werden für die Region typische naturnahe Elemente wie Gewässer, Röhrichte, Auwald und Gehölze so eingesetzt, dass die mit dem Autobahnbau verbundenen neuen Elemente sich bestens in das Landschafts- und Stadtbild einfügen.

 


Weitere Informationen im Internet

planungsgruppe grün gmbh I A 281 - Zwischen Hightech, Laubenpieper und Natura 2000

planungsgruppe grün gmbh I Verlegung Mühlenhauser Fleet

planungsgruppe grün gmbh I A 281 - Bauabschnitt 2/1

planungsgruppe grün gmbh I A 281 - Bauabschnitt 4

Planung

planungsgruppe grün gmbh

Rembertistraße 30
28203 Bremen


Projektinformationen

Größe
Trassenlänge BA 3: ca. 6,6 km

Auftraggeber • Bauherr
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Freie Hansestadt Bremen I Senator für Umwelt, Bau und Verkehr
Projektmanagement: DEGES


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