Bürgerpark Seelze

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© 2009  Jens Martins Blumenwiese 

© 2011  Jens Martins Steinfeld im Licht 

© 2011  Jens Martins Bäume auf der Spiel- und Liegewiese 

© 2012  Jens Martins Gräser m Licht 

© 2013  Jens Martins Birkenhain in der Themenlandschaft 

© 2013  Jens Martins Herbststimmung 

© 2009  Jens Martins Steinfeld in der Themenlandschaft 

© 2009  Jens Martins Waven auf dem Bolzpltz 

© 2008  Jens Martins Entwurf vom Spielbereich 

© 2011  Jens Martins Drehung auf dem Rundlaufschwinger 

© 2008  Jens Martins Themenlandschaft 

© 2011  Jens Martins Gräserfeld in der Frühjahrsblühte 

Bürgerpark Seelze Bolzen - Spielen - Erleben


Zwischen Leine und der naturräumlichen Grenze zur Leineaue erstreckt sich der ca. 8ha große Bürgerpark von Seelze. Die Anfänge der Freianlage findet sich in den siebziger Jahren und steht im engen Zusammenhang mit dem Bau der Schule, des Schwimmbades und des Schützenvereins. Durch den Bau des Leinedeiches erfährt der Freiraum diverse Geländemodellierungen. Hierbei entstehen sowohl Senken – temporär mit Wasser gefüllt – als auch seichte Hügel, die durch den starken Bewuchs zum heutigen Zeitpunkt weniger auffallen und nicht erlebbar sind.

Der Bürgerpark Seelze stellt sich als eine extensive Grünanlage dar, die direkt an dem Radwanderweg Hannover – Steinhuder Meer liegt, wobei der Anlage eine überrigionale Bedeutung beizumessen ist. Naturnahe Bereiche befinden sich am Leinedeich. Die einst offenen Wasserflächen und Senken sind in den Jahren durch Weiden und Sträucher zugewachsen, ebenso der Deichrücken und die Hügelanlagen. Durch den auch in anderen Bereichen starken Wuchs der Gehölze und dem Aufkommen von Sämlingen in den letzten Jahrzehnten sind Einblicke, Sichtachsen und räumliche Zusammenhänge nur schwer erlebbar.

Ziel der Planung ist es, für die Bürgerinnen und Bürger eine attraktive Grünfläche mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten für alle Altersklassen zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk lag zudem in der Balance zwischen Hochwertigkeit und einem möglichst geringen Unterhaltungs- und Pflegeaufwand.

Alle Leistungsphasen der HOAI.
Das Projekt war ein Baustein der Gartenregion Hannover 2009.

Das vorhandene Wegsystem bleibt in seiner Grundstruktur erhalten. Aus dem Zentrum der Anlage heraus werden zwei neue Wege angelegt, die auf den vorhandenen Deichweg stoßen. Durch diese beiden Wege werden sowohl das Zentrum der Freifläche als auch die außen liegenden naturnahen Flächen und der Deich erschlossen und eine innere Durchwegung der Anlage wird ermöglicht.
In der inneren offenen Freifläche entstehen, bedingt durch eine Böschungskante und die vorhandenen Bäume, drei Teilflächen, die unterschiedlichen Aspekten zugeordnet werden. Im westlichen Bereich entsteht die zentrale Platzfläche der Anlage, seicht erhöht gelegen. In ihr befindet sich ein Kleinkinderspielbereich, der aus dem Platz in die Landschaft übergeht. In Richtung Rodelberg werden Flächen für Jugendliche bereitgestellt. Hier entsteht ein Jugendtreff in direkter Nachbarschaft zu dem neuen Bolzplatz und zu einem separaten Basketballfeld.

Die Böschungskante und die vorhandene Baumreihe trennt den westlichen Teilraum unmerklich von einer großen Rasenfläche, die sowohl zu Ballspielen und als Liegewiese genutzt werden kann. Als sommerlichen Höhepunkt können hier Konzerte oder Theaterveranstaltungen stattfinden.

Der östliche dritte Teilraum versteht sich als Raum für Kunst, Inspiration und Besinnung. Auf kleinen Flächen entstehen unterschiedliche Räume in einer Blumen- und Gräserwiese, die spielerisch mit der Vegetation und unterschiedlichen Elementen umgehen. Ein gerader Weg führt durch die Flächen, dann über einen Hügel - am Deich endend.
Jede der Kleinflächen steht unter einem bestimmten Motto:
Birkenhain – der Birkenhain eröffnet die unterschiedlichen Teilflächen. Das bizarre Weiß der Stämme und das lockere Grün der Blätter setzen sich deutlich zu den randlichen Gehölzen ab. Das Durchschreiten dieses Tores erwartet Neues und Altes wird vergessen.
Blumenwiese - direkt an den Birkenwald angrenzend befindet sich ein ca. 600m² großes Blumenfeld, mit unterschiedlich je nach den Jahreszeiten abhängigen Blühaspekten.
Flussgestein – auf einer Rasen- und Sandfläche sind unterschiedliche große und farbige Findlinge installiert. Ein großer Rundlaufschwinger bietet die Möglichkeit zum wilden Drehen und tobendem Spiel.
Diese Fläche geht in Gräserfeld (ca. 900m²) über. Die unterschiedlichen Gräser, großflächig gepflanzt bieten das ganze Jahr über die unterschiedlichsten Eindrücke.

Naturnahe Bereiche
Die naturnahen Bereiche bleiben weitestgehend erhalten. Um der weiteren Sukzession in Richtung Wald Einhalt zu gebieten, werden in Teilbereichen Sträucher und Gehölze in dem Maße zurückgenommen, dass Sichtbeziehungen, räumliche Eindrücke (Tiefenwirkungen, kinetisches Erleben) und Lichteffekte (Sonne – Schatten) wieder erlebbar werden. Bei diesen Flächen handelt es sich um die Ausläufer des Rodelberges, die Deichrückseiten, Innenräume von Wegkurven, markante Böschungskanten und der Seitenraum einiger Wege.
Die an einem Kleingewässer stehenden alten knorrigen Kopfweiden werden freigestellt. Sie gewinnen dadurch sowohl an Wert für Natur als auch für die Besucher.

Planung

grün + raum
Kerstin Liesecke - Jens Martins

Rühmkorffstraße 1
30163 Hannover


Projektinformationen

Projektzeitraum
2007 - 2009

Größe
80.000m²

Bausumme
150.000€

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Seelze


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