L.-Fritz-Gruber-Platz

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© 2012  Gereon Holtschneider L-Fritz-Gruber Platz 

© 2012  Gereon Holtschneider Köln - L-Fritz-Gruber Platz 

© 2012  Gereon Holtschneider L-Fritz-Gruber Platz 

© 2012  Gereon Holtschneider Köln - L-Fritz-Gruber Platz 

© 2012  Gereon Holtschneider L-Fritz-Gruber Platz 

© 2012  Gereon Holtschneider L-Fritz-Gruber Platz 

© 2012  Gereon Holtschneider L-Fritz-Gruber Platz 

© 2012  Gereon Holtschneider L-Fritz-Gruber Platz 

L.-Fritz-Gruber-Platz Neugestaltung des L.-Fritz-Gruber-Platz in Köln


„Phos“ (gr.): Licht, Helligkeit
„Graphein“ (gr.): zeichnen, ritzen, malen, schreiben

Als Hommage an den Namensgeber der Platzes interpretiert die Platzgestaltung das Thema „Licht und Schatten“ als wesentliches Ausdrucksmittel der Fotografie. Der Entwurf basiert auf dem Konzept der zweidimensionalen Platzgestaltung; vertikale Elemente werden auf ein Minimum reduziert.
Das leere, 9 x 35 m große Rechteck aus weißen Natursteinplatten (72 x 48 cm) schafft eine Projektionsfläche für Licht und Schatten. Die zufällig entstehenden Schattenspiele werden zur zweiten, sich stetig verändernden Textur des Platzes. Nachts zeichnet das Licht aus einer abgependelten Hohlkugel die rechteckige Platzmitte nach. Die Leuchte bildet die Schatten der sich im Raum befindlichen Objekte auf dem weißen Hintergrund scharf ab. Das Funktionsprinzip folgt dem eines Projektors. Für einen kurzen Augenblick wird der Passant, der den Platz quert, zum Mittelpunkt einer Szene, die vom Zufall bestimmt wird.

/// Kölner Architekturpreis, 2014

"Alles kann durch das Licht verändert, deformiert oder eliminiert werden. Es ist genauso geschmeidig wie der Pinsel." (Man Ray)

Als Hommage an den Namensgeber der Platzes interpretiert die Platzgestaltung das Thema „Licht und Schatten“ als wesentliches Ausdrucksmittel der Fotografie. Die bewußt zweidimensionale Platzgestaltung nimmt sich gegenüber den starken Platzkanten mit den z.T. denkmalgeschützten Fassaden der 1920er und 60er Jahre sowie dem prägenden Baumbestand zurück.

Ein durchgehender Pflasterteppich aus ortstypischem Basalt-Kleinsteinpflaster schafft eine Einheitlichkeit und Wiedererkennbarkeit des Stadtraumes. Die Mitte des L.-Fritz-Gruber-Platz bildet ein eingelegtes Rechteck, das sich aus der Dynamik der städtebaulichen Nord-Süd-Ausrichtung entwickelt. Das leere Rechteck aus hellen Betonplatten mit dem Seitenverhältnis 6:9 (Kleinbildformat) schafft eine Projektionsfläche für die auf die Platzfläche fallenden Schatten und verstärkt den Kontrast zwischen hellen und dunklen Bereichen. Die zufällig entstehenden Schattenspiele werden zur künstlerischen, sich stetig verändernden Textur in der Mitte des L.-Fritz-Gruber-Platzes. Sie erinnern an die Funktionsweise der Fotografie, ein dreidimensionales Bild auf einer zweidimensionales Fläche darzustellen. Ein 1 m breites Plattenband rahmt die zentrale Platzfläche. Auf diesem Band sind drei 4 m lange weiße, monolithische Steinbänke aufgestellt, die zum Beobachten, Sitzen und Verweilen einladen. Ein in den Rahmen als belagsbündige Edelstahlbuchstaben eingelassenes Zitat regt zur Auseinandersetzung mit dem Thema Fotografie an.

Nachts zeichnet das Licht aus einer abgependelten Hohlkugel die rechteckige Platzmitte nach. Es fällt so auf den Platzbelag, dass die sich im Raum befindlichen Objekte als Schatten scharf abzeichnen. Das Funktionsprinzip folgt dem eines Projektors: Ein Hohlkörper mit mattschwarzer Innenoberfläche und punktförmiger Lichtquelle, dessen Öffnung nach unten hin so bemessen ist, dass die Brennpunktstrahlen exakt die Fläche des Platzes nachzeichnen. Für einen kurzen Augenblick wird der Passant, der den Platz quert, zum Mittelpunkt einer Szene, die vom Zufall bestimmt wird. Mit einem Durchmesser von 1,20 m präsentiert sich die Leuchte als eigenständiges Objekt, das auf seiner metallisch-spiegelnde Oberfläche die Umgebung reflektiert.

 


Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2017

Auszeichnung Licht im Freiraum

 


Garten des Monats • Jahrgang 2017

Oktober 2017

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Projektleitung: Hiltrud M. Lintel, Prof. Rainer Sachse

Mitarbeit: Jan Heimann, Judith Heimann, Markus Hilgers, Bernd Nengel

 


Planungsbeteiligte Partner • Bauausführende Firmen

Bauleitung
Bernd Nengel


Verkehrsplanung
ISAPLAN Ingenieur GmbH, Leverkusen


Tief- und Straßenbau
Willy Dohmen GmbH, Übach-Palenberg

Planung

scape Landschaftsarchitekten GmbH
Matthias Funk, Hiltrud M. Lintel, Prof. Rainer Sachse

Friedrichstraße 115a
40217 Düsseldorf


Projektinformationen

Projektzeitraum
2008 - 2012

Größe
2.600 qm

Bausumme
570.000 €

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Köln

Adresse
L.-Fritz-Gruber-Platz
50667 Köln


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