Grünzug Heidekampgraben

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© 2007  Hans-Wulf Kunze Aufenthalt 

© 2007  Hans-Wulf Kunze Asphaltband 

© 2006  lohrer.hochrein Ruhepunkte 

© 2007  Hans-Wulf Kunze inszenierte Fenster 

© 2007  Hans-Wulf Kunze Birkenwäldchen 

© 2007  Hans-Wulf Kunze Gedenken 

Grünzug Heidekampgraben Grenzweg zwischen Treptow/Köpenick und Neukölln


Der Grünzug Heidekampgraben verläuft als offene Fuge auf dem Gelände der ehemaligen Berliner Mauer. Namensgebend ist der Heidekampgraben, an dessen Verlauf ein extensiver Korridor entwickelt wurde. Diese Parkfuge integriert ökologische Ausgleichsmaßnahmen, bietet Sichtfenster in die Nachbarschaft, offeriert dezent Ruhepunkte und verbindet diese mit einem durchgehenden expressiv schwingenden Asphaltband.

Lage
Der Grünzug Heidekampgraben beginnt im Norden an der Kiefholzstrasse, kreuzt den Dammweg, führt durch einen Fußgängertunnel unter der S-Bahn hindurch, überquert die Sonnenallee bis zur Forsthausallee und führt von dort aus zum Britzer Zweigkanal. Er ist Teil des Berliner Mauerwegs.

Geschichte
Als offene "Fuge", eingerahmt von Geschosswohnungsbau und Kleingartenanlagen, erstreckte sich das Gelände östlich des Heidekampgrabens. Der Bestand ist weitgehend aus anthropogenen Auffüllungen entstanden. Nach Abbruch der Grenzbefestigungen wurde das Gelände sich selbst überlassen. Pioniergehölze wie Weiden, Birken und Robinien stellten sich ein. Trampelpfade durchzogen die Staudenfluren. Obwohl der Graben selbst nur auf wenigen Abschnitten zugänglich war, vermittelte das gesamte Areal einen besonderen Charme benutzter innerstädtischer "Wildnis".

Anlass
Im Zeitraum 2001–2006 wurden im Südosten Berlins im Rahmen des Neubaus der BAB A 113 (neu) und des Stadtringes A 100 – 15. BA umfangreiche Landschaftsbaumaßnahmen realisiert. Neben den Bereichen im unmittelbaren Trassenverlauf der Autobahn wurden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für den trassenfernen Bereich des Grünzuges Heidekampgraben angelegt.
Das Planungsgebiet liegt im Bezirk Berlin-Treptow/Köpenick. Es erstreckt sich östlich des Heidekampgrabens von Nord nach Süd auf 2,5 Kilometern. Das Gebiet ist zwischen 30 und 60 m breit und hat eine Gesamtfläche von rund 10 ha. Auf der westlichen Seite im Bezirk Neukölln sind bereits grabenbegleitende Grünanlagen vorhanden.

Konzept
Neben dem namensgebenden Graben sind es zwei Dinge, die charakteristisch für das Gelände sind - die besondere Längsausrichtung des Geländes sowie der Charme der aufwachsenden Wildnis. Diese beiden Charakteristiken wurden aufgegriffen, miteinander verknüpft und bilden so das gestalterische Rückgrat des neuen Grünzuges.
Ein durchgängiger Weg in wechselnden Breiten bewegt sich leicht schwingend durch das Gelände. Vorhandener Aufwuchs, Dickichte und kleinere topographische Schwellen werden zu dezenten Begründungen für die wechselnden Bewegungen der Wegekanten. Verdichtete Pflanzungen schließen, Lichtungen öffnen wechselnde Räume und bilden so einen alternierenden Raumeindruck.
Die vorhandene mittlere Überhöhung wird durch verdichtete Baumketten, durch Unterpflanzungen, aber auch durch leichte topographische Überhöhung gesteigert. Es bildet sich so Raum für zwei optisch getrennte Wegeräume - durchgehender Hauptweg und gelegentlicher Nebenweg.
Die vorhandenen dichten Strauchpflanzungen zum Heidekampgraben werden an ausgewählten Stellen zu "inszenierten Fenstern" geöffnet, um einen verbesserten Erlebniswert des Grabens zu erreichen. Wildnis bleibt spürbar in der Vegetation - Birkenwäldchen, Robinienschleier, Blütenhaine und Trockenrasen sind prägende Vegetationsbilder des neuen Grünzuges.

  

Zugänglichkeit, Öffnungszeiten & Informationen zur Anfahrt

frei zugänglich

Planung

lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh
Dipl.-Ing. (FH) Ursula Hochrein, Dipl.-Ing. (FH) Axel Lohrer

Bauerstraße 8
80796 München


Projektinformationen

Projektzeitraum
2003 - 2006

Größe
ca. 10 ha

Auftraggeber • Bauherr
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin

Adresse

12057 Berlin


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