Berliner Freiräume als Orte des Erinnerns

© 2006 Udo Dagenbach | gaßler und dagenbach

Freiräume als Orte des Erinnerns

In die Landschaft sind Spuren eingeschrieben. Vor Ort sehen heißt, ein Netz an Bezügen, an Erinnerungen, an Erwartungen zu knüpfen. Sich ein Bild zu machen. Diese Gärten und Parks machen Erinnerung und Gedächtnis zum Thema.

An geschichtsträchtigen Orten wird der Besucher mit den Mitteln der Landschaftsarchitektur an entscheidende Epochen und Momente erinnert. Oftmals sind diese Orte mit Tod und Zerstörung verbunden, die Gärten stehen dazu im Kontrast und zeugen von der Zivilisierung. Oder aber die Landschaftsarchitektur inszeniert Räume im Sinne der authentischen Erinnerung. Die Arbeiten der Landschaftsarchitekten zu Gedenkstätten und Orten des Erinnerns, auch der Mahnung, gehören zu den beeindruckenden Zeugnissen im Stadtbild. Und zu den komplexesten Herausforderungen an den Ideenreichtum und die Sensibilität der Gestalter. Zeichnet man Geschichte nach, verstärkt man die Bilder der Geschichte, die der Betrachter im Kopf trägt? Oder erinnert man eher abstrakt, durch Brüche, Irritationen, Ausrufungszeichen im Stadtbild? Immer geht es um ein Gesamtkunstwerk: Material, Raum und Botschaft müssen in überzeugender Weise im Einklang stehen. Die Freiräume des Erinnerns sind daher beeindruckende Zeugnisse – und immer auch Teil und Ausdruck der vorherrschenden Erinnerungskultur.

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