Bodenabbau Insel Ruschsand, Unterweser Ruschsand - Eine Flussinsel im Wander der (Ge-)Zeiten

Vergrößertes Stillgewässer und tidebeeinflusste Süßwasser-Flusswattbereiche © 2026 Planungsgruppe Grün

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Anbindung der Insel an die Tidedynamik durch Öffnung der Deichlinie zur Westergate © 2020 Planungsgruppe Grün

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Insel Ruschsand ©  planungsgruppe grün gmbh

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Tidebeeinflusster FFH-Lebensraumtyp "Ästuar" ©  planungsgruppe grün gmbh

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Erlen-/Eschen-Auwald Insel Ruschsand ©  planungsgruppe grün gmbh

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Planung Bodenabbau Insel Ruschsand © 2013  planungsgruppe grün gmbh

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Säbelschnäbler © 2013  PGG

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Vergrößertes Stillgewässer und tidebeeinflusste Süßwasser-Flusswattbereiche © 2026 Planungsgruppe Grün

Anbindung der Insel an die Tidedynamik durch Öffnung der Deichlinie zur Westergate © 2020 Planungsgruppe Grün

Insel Ruschsand ©  planungsgruppe grün gmbh

Tidebeeinflusster FFH-Lebensraumtyp "Ästuar" ©  planungsgruppe grün gmbh

Erlen-/Eschen-Auwald Insel Ruschsand ©  planungsgruppe grün gmbh

Planung Bodenabbau Insel Ruschsand © 2013  planungsgruppe grün gmbh

Säbelschnäbler © 2013  PGG

Die Inseln der Unterweser, genannt Sande, waren über Jahrhunderte den Kräften des Tidestromes ausgesetzt und stellten dynamisch verändernde Lebensräume dar. Mit der Eindeichung der Sande im 19. Jahrhundert wurde diese Dynamik über Jahrzehnte unterbrochen. Die Weserinsel „Ruschsand“ war weitestgehend von der Tide abgetrennt und wurde als Extensiv- und Intensivgrünland genutzt..

Seit 2004 liegt sie im FFH-Gebiet „Nebenarme der Weser mit Strohauser Plate und Juliusplate“. In Kooperation mit den Behörden wurden die Schutz- und Erhaltungsziele für das Teilgebiet Ruschsand konkretisiert und Leitbilder für die Wiederherstellung eines naturnahen, von Ebbe und Flut geprägten, vielfältig strukturierten Flussunterlaufs entwickelt.

Neben der Gewinnung von deichbaufähigem Klei für den Küstenschutz, war die Anbindung der Insel an die Tidedynamik als Ziel definiert. Nach der Kleientnahme entstanden durch die Verbindung von vorher eingedeichten Bereichen mit dem Tidesystem der Unterweser auf rund 14 ha Süßwasser-Flusswattbereiche. Diese Bereiche sind an der Unterweser kaum noch anzutreffen und bilden ein wertvolles Habitat für nahrungssuchende Wasser- und Watvögel, seltene Fischarten sowie geschützte Pflanzen. Die Flächen entwickeln sich im Rahmen der natürlichen Dynamik der Unterweser, so dass sich unter dem regelmäßigen Gezeiteneinfluss eine natürliche Gewässermorphologie einstellt.

In Bereichen, die zum Schutz einer Pipeline und der landwirtschaftlichen Nutzung durch einen neu anzulegenden Sommerdeich weiterhin von der Tide abgetrennt bleiben mussten, kam es zur Vergrößerung eines vorhandenen Stillgewässers und der Schaffung von prioritären FFH-Lebensraumtypen der Auwälder. Die in der Maßnahmenfläche vorkommende Charakterpflanze der Stromtäler, die Schachbrettblume, wurde im Vorfeld auf der Insel erfolgreich in andere Bereiche umgesiedelt.

Insgesamt konnten mit der Maßnahme auf ideale Weise die Belange des Küstenschutzes mit denen des Naturschutzes verbunden werden.

Leistungen:
° Naturschutzfachliche Leitbildentwicklung
° FFH-Verträglichkeitsprüfung
° Landschaftspflegerischer Begleitplan
° Boden- und Abbauplanung, Herrichtungsplanung nach Kleiabbau
° Ausführungsplanung Wasserbauwerke
° Ökologische Baubegleitung

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Informationen auf externen Webseiten

Ruschsand

Planungsbüros

Planungsgruppe Grün GmbH
Bremen

Weitere Planungsbeteiligte
Geotechnische Beratung:
Grundbaulabor Bremen

Projektzeitraum
2010 - 2022

Größe
ca. 35 ha

Auftraggeber
I. Oldenburgische Deichband

Beteiligte Fachplaner:innen:
NLWKN Brake-Oldenburg

Adresse
Deichroute Staion 15 - Ruschsand
27804 Berne-Weserdeich

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Auszeichungen & Preise
1. Preis Norddeutscher Landschaftsarchitekturpreis 2026

Projekttyp
Abbau- und Rekultivierungsplanungen
Gewässerentwicklung, Hochwasserschutz
UVS, LBP, LAP, sAP, FFH-VP