Umgestaltung des Hauptplatzes Landsberg a. Lech

Verkehr

Konzept I Die Verlegung der Staatsstraße auf die Ostseite des Brunnens schafft Platz für eine Erweiterung der Fußgängerzone auf der Nord- und Westseite des Platzes und eine autofreie Anbindung des attraktiven Lechufers. Mit dem Brunnen im Rücken entstand ein offener, flexibel nutzbarer städtischer Freiraum. Vorzonen von Läden und Cafes breiten sich auf den von Verkehr freigewordenen Flächen aus. Ein einheitlicher repräsentativer Stadtboden aus gesägten Pflasterplatten erstreckt sich von Fassade zu Fassade. Das ursprüngliche Lechkieselpfaster wird an den Übergängen zittiert. Der Fahrverkehr wird durch eingelegte barrierefreie Rinnen im Belag dezent aber klar lesbar über den einheitlichen Stadtboden geführt. Der ÖPNV ist mit gut frequentierten barrierefreien Haltestellen gut eingebunden. Verkehr und Parken I Der Konzeption orientiert sich trotz hoher Verkehrsbelastung und ausgewiesener Staatstrasse am Bild des gleichberechtigten Verkehrs und legt prinzipiell den „verkehrberuhigter Geschäftsbereich“ zugrunde. Auf der Fahrbahn gilt Tempo 20, motorisierter Verkehr in den Seitengassen und auf dem Platz wurde so weit möglich unterbunden. Die Fußgängerzone wird bis zum Fahrbahn ausgeweitet. Radverkehr ist innerhalb dieses Systems frei über den gesamten Platz möglich und erwünscht. Angesichts der mittlerweile guten Versorgung mit zentrumsnahem Parkraum wurden die Parkplätze auf dem Platz auf das notwendigste für Anlieferung, Taxis und Behinderte reduziert.

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Landsberg a. Lech Hauptplatz © 2013 Thorsten Jochim lohrer.hochrein

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Landsberg a. Lech Hauptplatz © 2013 Thorsten Jochim lohrer.hochrein

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Landsberg a. Lech Hauptplatz © 2013 Thorsten Jochim lohrer.hochrein

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Landsberg a. Lech Hauptplatz © 2013 Thorsten Jochim lohrer.hochrein

Materialien

Stadtboden I Der Flechtverband zeigt sich über die große Fläche angemessen feinkörnig, verbindend einheitlich sowie optisch richtungslos. Er lässt sich kostenoptimiert aus lediglich zwei verschiedenen Steingrößen entwickeln. Die ebenen und relativ großen Oberflächen des gesägten und geflammten Natursteins erlauben sowohl ein angenehmes Begehen, als auch die gewünschte Reduzierung der Rollgeräusche im Fahrbereich. Material I Der Hauptplatz steht in unmittelbarer Konkurrenz zum einladenen Lechufer mit dem glitzernden Wasser. Im Gegensatz zu dem eher dunkleren Belag entlang des Flusses soll der Hauptplatz mit seinem Belag Sonne einfangen und ansprechende Freundlichkeit vermitteln. Daher wird für den Stadtboden ein ansprechend heller wie freundlicher mittelkörniger Granit mit warm gelblichem Farbton verwenden. Ausstattung I Die öffentliche Ausstattung ist zurückhaltend sowie im Hinblick auf zukünftig mögliche Änderungswünsche flexibel konzipiert. Die Ausstattung konzentriert sich auf die Ausstattungsbänder parallel der Fassaden. Mit ausreichend Durchlässigkeit können hier Leuchten, Kübeln, Sitzbänken, Papierkörbe, Infoträger oder Fahrradständern untergebracht werden. Die Elemente entwickeln sich als schlichte

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Lichtkonzept

Beleuchtung I Das Lichtkonzept erstellt von unseren Partnern Day & Light Lichtplanung GbR in München, soll den Charakter des Platzes bei Dunkelheit unterstützten und steht für Sicherheit, Orientierung, Energieeffeizienz und das Wohlbefinden des Menschen. Auch Abends wird ein angenehmes Ambiente geschaffen, das zum Betrachten und Verweilen einlädt. Bedeutende und historische Fassaden, das Gesicht des Platzes, werden als raumbildende Maßnahme beleuchtet. Dabei werden spezielle „Gobo“- Strahler mit Metalldampflampen verwendet, die exakt auf Fassaden und Fenster eingestellt werden. Durch die hellen, vertikalen Flächen ensteht ein heller und freundlicher Eindruck. Die horizontale Ausleuchtung der Fahrstraße, sowie der Fußgängerflächen in den Randbereichen erfolgt über hochwertige und energieeffiziente LED-Leuchten.

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