© Naumann Landschaft
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Ein Platz voller Möglichkeiten © 2026 Anne Oschatz, Naumann Landschaft
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© 2026 Anne Oschatz, Naumann Landschaft
Sitzgelegenheiten und Spielelemente © 2026 Anne Oschatz, Naumann Landschaft
Mit der Umgestaltung des Parnass-Platzes entsteht ein neuer Quartiersplatz für die Nachbarschaft. Der bislang überwiegend vom Verkehr geprägte Raum wurde schrittweise zu einem autofreien Aufenthaltsort mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, hochwertiger Gestaltung und natürlich gestalteten Grünflächen entwickelt. Ziel ist es, einen offenen, menschenfreundlichen Begegnungsraum zu schaffen, der den Stadtteil stärkt und Raum für Aufenthalt, Austausch und gemeinschaftliche Nutzung bietet. In einem ersten Schritt wurden Kfz-Stellplätze aufgehoben und die Nebenfahrbahn mit einfachen Mitteln in einen autofreien Platz umgewandelt. Diese temporäre Gestaltung ermöglicht es dabei, neue Nutzungen und räumliche Qualitäten flexibel zu erproben und gemeinsam mit der Nachbarschaft weiterzuentwickeln. Alle neuen baulichen Elemente wurden reversibel angelegt und konnten ohne Umbau des Straßenraums umgesetzt werden. Dadurch bleibt die Maßnahme anpassungsfähig und schafft gleichzeitig frühzeitig sichtbare Verbesserungen im öffentlichen Raum.
Ein wesentliches Anliegen der Gestaltung ist es, einen lebendigen und klimaangepassten Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Großzügige Freiflächen, bieten Raum für Spiel, Bewegung und nachbarschaftliche Aktivitäten. Farbige Markierungen und Ausstattungselemente stärken die Identität des Platzes und schaffen eine offene, einladende Atmosphäre. Ergänzend entstehen Orte für Kreativität und informelle Nutzung.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Begrünung und der ökologischen Aufwertung des Platzes. Schnell wachsende Gehölze und temporäre Hochbeete sorgen bereits frühzeitig für sichtbares Grün und verbessern das Mikroklima durch Schatten und Verdunstungskühlung. Gleichzeitig fördern biodiversitätsfreundliche Pflanzungen, aus heimischen Arten Lebensräume für Insekten und tragen gemeinsam mit entsiegelten Flächen zur Regenwasserspeicherung bei.
Bestehende Nachbarschafts-Hochbeete werden in das Gesamtkonzept integriert und stärken die gemeinschaftliche Nutzung des Ortes. Ergänzend unterstützen Fahrradbügel eine Klimaneutrale Mobilität und die nachhaltige Erschließung des Quartiers.
Ein zusätzlicher Bestandteil des Projektes ist die Erinnerungskultur. Die neu entstandene Platzfläche wurde nach Hertha und Simon Parnass benannt und setzt damit ein sichtbares Zeichen des Gedenkens im öffentlichen Raum. Im Rahmen eines mehrstufigen Beteiligungsprozesses wurde zudem die Planung eines Kunstwerks zum Gedenken an die Familie Parnass angestossen. Das Kunstwerk, welches von einer Künstlergruppe erarbeitet wurde, soll zukünftig die historische Bedeutung des Ortes dauerhaft im Quartier verankern und einen Raum für Erinnerung und Auseinandersetzung schaffen.
Die Umgestaltung des Platzes wurde insgesamt durch ein intensives Beteiligungsverfahren begleitet. Anwohnende, Gewerbetreibende und die lokalen Initiativen wurden frühzeitig in den Gestaltungsprozesseinbezogen. Unser Büro entwickelte hierfür verschiedene Gestaltungsvarianten, die sowohl freiräumliche Qualitäten als auch thematische Schwerpunkte aufzeigen. So konnten gemeinsame Perspektiven entwickelt und unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse der bunten Nachbarschaft mit diversen Standpunkten in die Planung integriert werden.
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Planungsbüros
Naumann Landschaft
Hamburg
Projektzeitraum
Oktober 2023
- Mai 2026
Auftraggeber
Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Eimsbüttel
Adresse
20257 Hamburg
Projekttyp
Stadt-, Freiraumentwicklungskonzepte
Grünkonzepte für Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete
Konzepte für Klimaanpassung und Klimaschutz
Plätze, Promenaden, Fußgängerzonen
Bürger:innenbeteiligung / Moderation