Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Der Entwurf des israelsichen Künstlers Dani Karavan für das Denkmal.© Stiftung Denkmal

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Simsonweg Zwischen Simonweg und Scheidemannstraße entsteht das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.© 2012 S. Hauke Stiftung Denkmal

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Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Der Entwurf des israelsichen Künstlers Dani Karavan für das Denkmal.© Stiftung Denkmal

Simsonweg Zwischen Simonweg und Scheidemannstraße entsteht das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas.© 2012 S. Hauke Stiftung Denkmal

Das Denkmal des Künstlers Dani Karavan besteht aus einem Brunnen mit einer versenkbaren Stele, auf der täglich eine frische Blume liegt. Tafeln informieren über Ausgrenzung und Massenmord an dieser Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft.

Am Rand des größten Berliner Stadtparks, dem Großen Tiergarten – befindet sich das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas. Es liegt im Zentrum Berlins zwischen Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude. Der Entwurf für das Denkmal stammt von dem israelischen Künstler Dani Karavan.
Das Denkmalgelände ist einer Waldlichtung nachempfunden. In mitten von Bäumen steht ein kreisrundes Wasserbecken, mit schwarzem – endlos tief wirkenden – Boden. In der Beckenmitte befindet sich eine dreieckige bewegliche Stele, auf dieser steigt tägliche eine frische Blume nach oben – diese Blume steht für das Leben und die Trauer und soll die Erinnerung an die Ermordeten wach halten. Es ist außerdem der Klang einer einsamen Geige zu hören, die an das Abbremsen eines Deportationszuges in die Konzentrationslager erinnern soll. Am Brunnenrand befindet sich ein Zitat aus dem Gedicht "Auschwitz" des Italieners Santino Spinelli: "Eingefallenes Gesicht/ erloschene Augen/ kalte Lippen/ Stille/ ein zerrissenes Herz/ ohne Atem/ ohne Worte/ keine Tränen". Auf der großen Glastafel, am Simsonweg gelegen, kann man die "Chronologie des Völkermordes an den Sinti und Roma", die unter der Federführung des Instituts für Zeitgeschichte in München sowie des NS-Dokumentationszentrums in Köln erarbeitet wurde, nachlesen.

Das Denkmal soll an den Völkermord an den Sinti und Roma – den Porajmos – erinnern. Bis zu 500.000 Menschen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus als "Zigeuner" systematisch verfolgt, deportiert und ermordet.
Derzeit befindet sich das Denkmal noch im Bau. Es soll Ende Oktober 2012 der Öffentlichkeit übergeben werden.

Dieses Denkmal wird, wie das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen und das Holocaust-Denkmal, von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas betreut.

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Informationen auf externen Webseitenn

Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Stiftung Denkmal

Projektzeitraum
2008 - 2012

Adresse
Simsonweg/Scheidemannstraße – zwischen Brandenburger Tor und Reichstagsgebäude
10117 Berlin
Deutschland

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