Architektonischer Garten in Hanglage, Schwelm

123456

Rundgang schließen

©  Dingeldein | Brigitte Röde Detail Stufen und Natursteinmauer 

©  Dingeldein | Brigitte Röde Sitzbank am Poolbereich 

©  Dingeldein | Brigitte Röde Garten am Hang 

©  Planungsbüro Garten und Freiraum | Brigitte Röde, Planungsbüro Garten und Freiraum Tränendes Herz blüht üppig über der Natursteinmauer. 

©  Planungsbüro Garten und Freiraum | Brigitte Röde, Planungsbüro Garten und Freiraum Die Gartenhütte am Pool ist in die Natursteinmauer integriert. Die Treppe führt bis zu einem Sitzplatz am Wald. 

©  Planungsbüro Garten und Freiraum | Brigitte Röde, Planungsbüro Garten und Freiraum Architektonischer Garten in Hanglage 

Architektonischer Garten in Hanglage, Schwelm


Ein Grundstück im Bergischen Land mit einem Höhenunterschied von über 16 Metern erforderte viel Planungsgeschick.

Architektonische Strenge trifft auf bewegtes Gelände: Steile Pflanz- und Rasenflächen wechseln sich ab, eine Treppe aus Grauwackeblockstufen führt bis an den höchsten Punkt des Gartens und endet in einem Sitzplatz. Von hier aus ist der gesamte Garten zu überblicken. Eine üppige Bepflanzung mit diversen Blütenschmuckgehölzen, wie zum Beispiel Rhododendron, Hortensien und Waldrandstauden bietet auch von der Terrasse am Haus einen herrlichen Blick.

Um mehr Raum für nutzbare Flächen zu schaffen, wurden Natursteinmauern zur Abfangung des Geländes erstellt. So konnte ein gemütlicher Poolbereich mit Holzdeck entstehen.

Das 1.280 m² große, durch seine steile Hanglage kaum nutzbare Grundstück am Waldrand (im Bergischen Land) sollte zum Entspannungs- und Erlebnisraum für die ganze Familie werden. Der Wunsch nach einem großen Pool und mehreren, gut erreichbaren Aufenthaltsbereichen unterschiedlicher Qualität und Größe waren die Vision, die es bei 30 % Hangneigung und 12 m Höhenunterschied umzusetzen galt.

Heute lädt der klar architektonisch strukturierte Garten auf verschiedenen Ebenen zum Relaxen und Feiern, Schwimmen und Chillen ein. Die Terrasse am Haus mit plätscherndem Wasserbecken bietet Platz für gesellige Abende mit Freunden, eine Bank auf „halber Höhe“ dient als Blickpunkt und vom hoch am Waldrand gelegenen kleinen Sitzbereich kann man weit ins Bergische Land blicken. Alle Ebenen sind durch wie selbstverständlich im Gelände liegende Treppen miteinander verbunden und über einen Weg erreicht man sogar den oberen Waldrand und kann direkt mit seinem Waldspaziergang beginnen.

Durch das behutsame Anschneiden des Hanges - unter Berücksichtigung des vorhandenen Schichtenwassers nach Auswertung geologischer Gutachten - konnte ein beheizter Pool mit Gegenstromanlage und energiesparenden Abdeckungen so im Garten eingebunden werden, dass die umgebenden Stützmauern gleichzeitig als Windschutz und Wärmespeicher dienen.
So kann man auf der Holzbank davor auch in bergischen Sommern die Wärme genießen. Ein eingepasstes Gartenhaus bietet Platz für Kissen und Poolequipment und dient im Winter als Garderobe für den Bademantel.

Um eine gestalterisch hochwertige, pflegeleichte und langlebige Gartenanlage zu erhalten, bestehen alle Wege- und Terrassenflächen, Stufen und Natursteinmauern aus regionaler Grauwacke. So konnte auch auf lange Transportwege verzichtet werden. Die gewünschte exakte Verarbeitung erforderte eine intensive Detailplanung bis ins Kleinste. Ein gut durchdachtes Lichtkonzept macht den Garten auch abends erlebbar und gibt ihm eine ganz besondere Atmosphäre.

Die vorhandenen Gehölze wurden erhalten und in die Planung mit einbezogen. Um dem modernen Garten mehr Tiefe zu geben, gliedern immergrüne Heckenelemente aus Eiben den Gartenraum. Die sorgfältig zusammengestellte Pflanzenauswahl berücksichtigt das lokale Klima. Am Haus konnten auf Grund der geschützten Lage Strauchpfingstrosen und Kamelien gepflanzt werden, um den Pool herum duften im Sommer Lavendel und Salbei und im oberen Gartenbereich schaffen heimische Frühlingsblüher wie Lerchensporn und Buschwindröschen den Übergang in den natürlichen Wald. Die intensive Herbstfärbung verschiedener Sträucher sorgt für einen weiteren Höhepunkt im Gartenjahr.

Dieser Garten wurde 2012 beim Nordrhein-Westfälischen LandschaftsArchitekturPreis mit einer Würdigung ausgezeichnet.

 


Garten des Monats • Jahrgang 2010

Juni 2010
Die große Terrasse am Gebäude, die ausgedehnte Fläche um den Pool und einige kleinere Sitzbereiche sind passend zum Haus streng architektonisch gestaltet. Vom Liegepodest aus öffnet sich der Blick bis zum Wandbrunnen auf der Hauptterrasse.
Am 27. Juni 2010, dem Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen, ist der Garten für Interessierte geöffnet.

Planung

Röde, Dipl.-Ing., Brigitte
Brigitte Röde

Jakobusstraße 36
50767 Köln


Projektinformationen

Größe
1280 m²

Adresse

Schwelm

 

Video schließen

Anfang

Übersicht schließen