"Der See schlägt Wellen"

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© 2012  Freese "Der See schlägt Wellen" 

"Der See schlägt Wellen" Umgestaltung von Hullerner Straße und Lippspieker in Haltern am See


Hullerner Straße / Lippspieker sind der Stadttopographie entsprechend die kürzeste Verbindung zwischen Stadtmitte und Stausee. Dennoch ist diese für Haltern am See herausragend wichtige Strecke eher nur für Ortskundige bedeutend und akzeptiert.

Die alte Hullerner Straße ist heute als „Sackgasse“ (abgebunden durch die Bahnstrecke Münster – Recklinghausen) zu breit dimensioniert und wird in ungeordneter Form beidseitig als Parkplatz genutzt.

Die Abstandsfläche zwischen Hullerner Straße und Lippspieker entlang des südlich angrenzenden Friedhofs ist monoton strukturiert, sanierungsbedürftig und aufgrund ihrer mangelhaften Höhenprofilierung beiderseits der Bahnunterführung desorientierend: Die Unterführung wird aufgrund extremer Rampen und Treppen auf Distanz nicht wahrgenommen.

Leitidee des Entwurfs

Die Bahnlinie Recklinghausen / Münster ist trotz oder gerade wegen des minimalistischen Ausbaustandards der vorhandenen Bahnunterführung eine optische und physische Zäsur im städtischen Entwicklungsprozess. Besucher aus dem überregionalen Raum kommen zum „Halterner“ Stausee, doch niemand nimmt die Stadt wahr.

Stadt und Land (See) müssen vorhandene Barrieren bzw. Distanzen überwinden und zu einem infrastrukturellen Verbundnetz werden. Die Stadt muss die Nähe „ihres“ Sees spüren:

„Der See schlägt Wellen“ ...

... bis zur Altstadt.

Der zentrale Freiraum erhält bis zur Bahnunterführung eine lineare Wegeführung mit einem Höhenprofil dergestalt, dass bereits im platzartigen „Antritt“ im Westen die Bahnunterführung wahrgenommen wird.

Um den Sinnesreiz zu stärken wird die Hauptwegeachse durch ein blaues Pflaster-Band begleitet: Das „blaue Wasser“ berührt die Stadt und setzt den See altstadtnah in Szene. In einer Betonstele steigt das blaue Band empor und symbolisiert den Brückenschlag (über die Bahnlinie) zum See.

Formensprache und Raumqualität

Außerhalb der Wegelinie sind Grenzen und Flächen in Bewegung: Wasserwellen gleich schwingt der Materialwechsel zwischen Weg und Rasen. Der Rasen schlägt Wellen und animiert den Besucher zur spielerischen Bewegung.

Planung

Freese Landschaftsarchitektur
Dipl.-Ing. Andreas Freese Landschaftsarchitekt AKNW/BDLA

Altendorfer Straße 274
46282 Dorsten


Projektinformationen

Projektzeitraum
2010 - 2013

Größe
rd. 1 ha

Bausumme
rd. 1,2 Mio. EUR

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Haltern am See, Baubetriebsamt

Adresse
Hullerner Straße / Lippspieker
45721 Haltern am See


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