Neugestaltung von Straßen und Plätzen in Höchstädt a. d. […]

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Herzogin-Anna-Straße

Kirchgasse

Neue Kirchgasse

Schlossauffahrt

Schlossumfeld

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Herzogin-Anna-Straße vor der Neugestaltung

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Staatsstraße mit breitem Geh- und Radweg, straßenbegleitenden KFZ-Stellplätzen und neu hergerichteten Einfriedungen.

Die Herzogin Anna-Straße wurde für ein gleichberechtigtes Miteinander aller Verkehrsteilnehmer neu gestaltet

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Kirchgasse vor der Umgestaltung noch mit altem Gebäudebestand

© 2012 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Kirchgasse während der Bauphase lässt bereits ihren neuen Charme erahnen

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Kirchgasse bietet der Kirche wieder ein würdiges Umfeld

Die Kirchgasse wurde städtebaulich neu geordnet

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Kirchgasse mit altem Straßenverlauf

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Kirchgasse wurde im Zuge der städtebaulichen Neuordnung verlegt und aufgewertet

Die Kirchgasse wurde verlegt

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Schlossauffahrt war vor der Neugestaltung unscheinbar und der Blick zum Schloss versperrt

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Schlossauffahrt gibt dank eines Gebäudeabbruchs, Geländeabflachungen und Rodungen wieder den Blick auf das Schloss frei.

Das Schloss erhält wieder ein würdiges Umfeld

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Der östliche Stadteingang noch unscheinbar und ohne Hinweis auf das Schloss

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Der Platz an der neuen Schlossinfo wurde als homogene Fläche mit Granitpflaster gestaltet - die Staatsstraße untergeordnet.

Das Schlossumfeld mit Stadttor und neuer Schlossinfo

 

Zeitblende

Stories

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Bestand

Belagskonzept

Beleuchtungskonzept

Grünkonzept

Das Untere Tor

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Die Herzogin-Anna-Straße

vor der Neugestaltung

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die auf den motorisierten Verkehr ausgelegte Herzogin-Anna-Straße

sollte für eine größere Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer umgebaut werden

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Der östliche Stadteingang noch unscheinbar

und ohne Hinweis auf das Schloss

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Schlossauffahrt

war vor der Neugestaltung unscheinbar und der Blick zum Schloss versperrt

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Kirchgasse

mit altem Straßenverlauf

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Kirchgasse vor der Umgestaltung

noch mit altem Gebäudebestand

© 2011 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Bestand

Im Planungsumgriff war die Gestaltung der Staatsstraße ganz wesentlich auf den (fließenden und ruhenden) motorisierten Verkehr ausgelegt. Teilweise überdimensionierte Fahrspuren und ungeordnetes Parken auf der Straße gingen zu Lasten von Gehwegbreiten und jeglicher Aufenthaltsqualität.

Trotz guter städtebaulicher Raumkanten und weitestgehend guter Gestaltqualität von Gebäuden und Fassaden war der Gesamtzustand durch die einseitige Ausrichtung auf die Verkehrsabwicklung sowie vor allem auf Grund fehlender Grünstrukturen insgesamt unbefriedigend.

 

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Die Stadtmauer

wird im Belag mit Kalksteinpflaster sichtbar gemacht.

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Staatsstraße

mit breitem Geh- und Radweg, straßenbegleitenden KFZ-Stellplätzen und neu hergerichteten Einfriedungen.

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Der gemeinsame Geh- und Radweg

wird durch eine dunklere Oberflächengestaltung markiert

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Zufahrten zu Nebengassen

werden zu Gunsten eines durchgehenden Gehwegs untergeordnet

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

KFZ-Stellplätze

fügen sich mit einer dunkleren Oberflächengestaltung in das einheitliche Belagskonzept

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Belagskonzept

Bei der Ausbildung der Belagsflächen im Gehwegbereich wird klar zwischen Altstadtbereich und äußerem Stadtbereich unterschieden:

Die Geh- und Radwegbereiche entlang der Herzogin-Anna-Straße sind im Altstadtbereich mit hochwertigen, allerdings von der Wertigkeit zum Marktplatz her abgestuften Belagsoberflächen gestaltet (Betonpflaster mit Natursteinvorsatz). Es wurden dabei unterschiedliche Formate in Anlehnung an die Verlegeart "Passée" auf dem Marktplatz gewählt. Um die Homogenität nicht zu beeinträchtigen, ist der kombinierte Geh- und Radweg in den gleichen Belag eingebettet, zur Verdeutlichung der Nutzung allerdings bewusst farblich abgesetzt. Die Geh- und Radwegbereiche außerhalb des Altstadtbereiches ab dem Stadttor sind zur Anbindung an den Bestand in Asphalt ausgebildet. Um die Dominanz des motorisierten Verkehrs zurückzunehmen, sind die Flächen des ruhenden Verkehrs durch die Verwendung des gleichen Materials gestalterisch den Gehwegen zugeschlagen. Die Kurzparkzonen entlang der Straße sind über farbliche Abstufungen analog dem kombinierten Geh- und Radweg markiert.

Die Bedeutung am alten Stadteingang wird durch einen Belagswechsel unterstrichen: In der Breite der Stadtmauer ist im Belag mit Kalksteinpflaster die Lage der Stadtmauer sichtbar gemacht worden.
Der städtebaulichen Situation entsprechend ist der Bereich um das neue Infogebäude platzartig ausgebildet. Dieser Platz an der Schlossinfo einschließlich der platzähnlichen Aufweitungen Richtung Marktplatz erhielt analog zum Marktplatz einen hochwertigen Belag aus Granitpflaster (Kleinstein, Verlegung in der Passée).
Die über den Platz verlaufende Straße ist bewusst nicht in Asphalt sondern gestalterisch abgesetzt und gleichzeitig verkehrsberuhigend in Granit-Großstein (Oberfläche gesägt und sandgestrahlt, diagonal verlegt und mit sehr kleinen Fugen in gebundener Bauweise zur bestmöglichen Lärmminderung) ausgebildet.

Die Mündungsbereiche der einmündenden Gassen in die Herzogin-Anna-Straße sind durch Zeiler in Verlängerung der Hausfluchten im Gehwegbereich ablesbar. Auf ein Herausziehen des Gassenbelages wurde zugunsten eines möglichst homogenen Straßenraumbelages der Herzogin-Anna-Straße verzichtet. Künftig entfallen hohe Bordsteine zugunsten gering aufgekanteter bzw. belags-ebener Übergänge, um eine möglichst barrierefreie Belagsoberfläche zu erreichen.

 

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Der östliche Stadteingang

wird Dank einer Beleuchtung in den Stelen auch nachts erlebbar

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Giebelbeleuchtung

mit energiesparenden LED-Lichtquellen. Der Leuchtentypus der bisher verwendeten Trapez-Leuchte am Marktplatz wurde beibehalten.

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Schlossinfo bei Nacht

wir mit einer Innenraumbeleuchtung in Szene gesetzt...

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Beleuchtungskonzept

Die wechselseitige Platzierung von Wandleuchten findet in der Regel in Traufhöhe an den Gebäudeenden, sowie an Gebäudegiebeln statt. Der Leuchtentypus der bisher verwendeten Trapez-Leuchte am Marktplatz wurde beibehalten. Verwendung finden generell energiesparende LED-Lichtquellen. Die Schlossinfo wird durch eine ansprechende Innenraumbeleuchtung in Szene gesetzt und der Vorplatz mit drei Leuchten mit großer Lichtpunkthöhe optimal ausgeleuchtet.

 

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Der gemeinsame Geh- und Radweg

wird durch eine dunklere Oberflächengestaltung markiert

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Schlossauffahrt

gibt dank eines Gebäudeabbruchs, Geländeabflachungen und Rodungen wieder den Blick auf das Schloss frei.

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Grünkonzept

Neue Straßenbäume entlang der Herzogin-Anna-Straße verdeutlichen die städtebauliche Achse Kirche-Marktplatz-Schloss und sorgen gleichzeitig die für die gewünschte Aufwertung des Straßenraumes. Eine Baumreihe neben der Schlossauffahrt ergänzt dieses städtebauliche Ziel.

 

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Das ehem. Untere Tor

wird von von zwei Stelen modern neuinterpretiert

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Die Stelen aus CorTen-Stahl

sind eine Reminiszenz an das ehemalige Untere Tor am östlichen Stadteingang.

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Der östliche Stadteingang

wird Dank einer Beleuchtung in den Stelen auch nachts erlebbar

© 2013 Helmut Wartner | Helmut Wartner

Das Untere Tor

Das 1529 erbaute Untere Tor, auch Donautor oder Wertinger Tor genannt, bildete bis zum Abbruch 1902 den östlichen Stadteingang. Als wesentlicher städtebaulicher Punkt mit Geschichte verlangte diese markante Stelle eine besondere planerische Würdigung. Die städtebauliche Grenze zwischen Altstadt und Außenbereich am ehemaligen Stadttor im Osten zu Fuße des Schlossberges sollte wieder deutlich sichtbar werden. Zusammen mit dem Neubau des Infogebäudes für das Schloss wurde mit der Neuinterpretation des Stadttores in Form von Stelen aus CorTen-Stahl der östliche Stadteingang gestalterisch markant und zeitlos modern neu formuliert.

 

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© 2013  Helmut Wartner Die Herzogin-Anna-Straße 

ist die zentrale Verbindung zwischen Marktplatz und Schloss

© 2013  Helmut Wartner Der Marktplatz 

Der Marktplatz mit Granitpflaster verlegt in der Paseé lädt mit seinen Sitzblöcken aus Kalkstein im Schatten der neu gepflanzten Rotkastanien zum Verweilen und Beobachten ein.

© 2013  Helmut Wartner Der Platz an der neuen Schlossinfo 

wurde als homogene Fläche mit Granitpflaster gestaltet - die Staatsstraße untergeordnet.

© 2016  Helmut Wartner Rosa blühende Zierkirschen 

schmücken den neue Platz an der Bachgasse

© 2013  Helmut Wartner Die Kirchgasse 

bietet der Kirche wieder ein würdiges Umfeld

© 2013  Helmut Wartner Ein Parkplatz an der Kirchgasse 

entlastet den neu gestalteten Marktplatz

© 2013  Helmut Wartner Die Schlossauffahrt 

gibt dank eines Gebäudeabbruchs, Geländeabflachungen und Rodungen wieder den Blick auf das Schloss frei.

© 2013  Helmut Wartner Die Stelen aus CorTen-Stahl 

sind eine Reminiszenz an das ehemalige Untere Tor am östlichen Stadteingang.

Neugestaltung von Straßen und Plätzen in Höchstädt a. d. Donau Marktplatz und Schlossumfeld


Im Rahmen eines städtebaulichen Realisierungs- und Ideenwettbewerbes suchte die Stadt Höchstädt neue Impulse für die Entwicklung ihres Zentrums. Unser Wettbewerbsbeitrag wurde dabei mit dem 1. Preis gewürdigt und diente als Vorlage für die folgenden Realisierungsabschnitte. Eine offensive Bürgerbeteiligung sicherte die Akzeptanz der anliegenden Geschäfte und Bewohner.

Die gestalterische Zusammenführung der Bereiche Umfeld Stadtpfarrkirche, Neubau Kindergarten und Kinderkrippe mit geändertem Verlauf der Kirchgasse und die Neuanlage eines Parkplatzes waren die zentrale Aufgaben des 1.BA. Mit einem einheitlichen, hochwertigen Belagskonzept, das sich von den übrigen Oberflächen deutlich unterscheidet, wurde von dem im 1. BA neu gestalteten Altstadtbereich in einem 2. BA die Herzogin-Anna-Straße (St 2033) als zentrale Verbindung vom Marktplatz zum Schloss neu gestaltet.

Die platzartige Gestaltung am Schlossfuß mit neuer SchlossInfo ist der östliche Eintritt in den historischen Stadtbereich Richtung Kirche und Marktplatz. Das an dieser Stelle 1529 erbaute Untere Tor, auch Donautor oder Wertinger Tor genannt, bildete einst den östlichen Stadteingang. Zwei neue Stelen aus CorTen-Stahl erinnern heute an das Tor, welches bis zum Abbruch 1902 an dieser Stelle stand.

Durch die barrierefreie Verlegung von Granitpflaster in der Staatsstraße (ohne Stufen und Borde) tritt die Straße in ihrer Bedeutung zu Gunsten der Platzwirkung zurück. Zur Neuordnung des gesamten Verkehrs und aller Nutzungen für ein besseres 'Nebeneinander' wurde die Straßenbreite der St2033 im Planungsbereich auf 6,50 Meter reduziert und ein kombinierter Geh- und Radweg mit Straßenbegleitender Baumallee angelegt. Für die Schlossbesucher wurden zwei Busstellplätze bereitgestellt und Aufenthaltsqualitäten im Bereich der SchlossInfo geschaffen.

Die Beleuchtung am Marktplatz wurde über die Bachgasse und die Herzogin-Anna-Straße zum Platz am Schlossfuß mit Wandleuchten weitergeführt und der Platzes am Schlossfuß mittels Lichtinszenierungen in der SchlossInfo in Szene gesetzt.

Planung

raum + zeit
Tobias Nowak

Bismarckplatz 18
84034 Landshut


Projektinformationen

Projektzeitraum
2008 - 2014

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Höchstädt
Herzog-Philipp-Ludwig-Str. 10
89420 Höchstädt
Telefon 09074 – 44 14
Telefax 09074 - 44 55

Adresse
Herzogin-Anna-Straße
89420 Höchstädt a. d. Donau


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