Neugestaltung Ortseingang Alt-Oberndorf

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©  Jürgen Braun Ortseingang 

©  Jürgen Braun Schulgasse 

©  Jürgen Braun Sitzstufe an der Schulgasse 

©  Jürgen Braun Ernst-Sachs-Strasse 

©  Jürgen Braun Pergola mit Ruhebänken 

Neugestaltung Ortseingang Alt-Oberndorf


Der im östlichen Eingangsbereich des Altortes von Oberndorf gelegene Platz ist Teil des Sanierungsgebietes Alt-Oberndorf und liegt direkt an der als Bundesstraße gewidmeten Ernst-Sachs-Straße welche in dem Bereich in die Hauptstraße übergeht.
Die städtebauliche Situation war einerseits durch den Übergang von gewerblichen Flächen zum ehemaligen Ortskern Oberndorfs, dem eigentlichen Sanierungsgebiet, gekennzeichnet. Im Stadtteil Oberndorf bestand jedoch insbesondere ein Mangel an interessanten Plätzen, an gestaltetem öffentlichem Raum.
Gegenüber der Ernst-Sachs-Straße bzw. der Hauptstraße und in südwestlicher Richtung angrenzend, befinden sich ehemals landwirtschaftlich genutzte Anwesen mit Hofcharakter.
Die Fläche stellte sich als bisher gesichtslose und isolierte Freifläche dar und war, wie in Oberndorf weitgehend der Fall, mit Asphalt befestigt. Parallel zur Straße befand sich das Gebäude eines ehemaligen Kiosks.
An diesem Süden in Richtung zur Schule schließt eine Rasenfläche an, die von großen Bäumen beschirmt wird. Daran angrenzend befindet sich die Dr.-Pfeiffer-Förderschule.

Der Platz war gemeinsam mit dem Straßenraum einseitig durch die Verkehrsfunktion des fließenden und ruhenden Verkehrs überfrachtet. Er besass somit negative Auswirkungen auf das Ortsbild, wie auf die Aufenthaltsqualität.
Das Gebäude des ehemaligen Kiosks bildete damit gleichsam eine Barriere zu dem dahinter gelegenen, ca. 450 m² kleinen Park. Weiterhin war die vorhandene Grünfläche durch das Gebäude und bestehende Mauern von den angrenzenden Verkehrsflächen getrennt und nur durch eine Treppe aus Richtung Schulgasse zugänglich.

Zunächst war diese Grünfläche Teil des Schulgeländes. Durch den Bau der Schulsporthalle wurde er von ihr getrennt und lag seitdem als isolierte Grünfläche zwischen der Halle und dem ehemaligen Kiosk-Gebäude entlang der Schulgasse.

Während der städtebaulichen Voruntersuchungen im Bereich von Alt-Oberndorf wurde festgestellt, „der hohe Versiegelungsgrad und die mangelnde Begrünung der Randbereiche in den Straßen…. lassen den dörflichen Charakter der Freiräume vermissen.“
Konsequenter Weise wurde deshalb im Grünordnungskonzept die Neugestaltung der Freifläche mit Bildung eines Platzes vorgesehen.
Die im Jahr 2000 abgeschlossene Rahmenplanung gab hier vor, dass die aufgeweitete Raumkante des Ortseingangs verbessert werden sollte. Auch wurde die Pflanzung von hohen Einzelbäumen vorgeschlagen, um die Eingangssituation in den historischen Ortskern zu verdeutlichen.
Die Rahmenplanung empfahl weiterhin, dass gezielte Baumpflanzungen, in Anlehnung an das ehemalige Bauerndorf, den Freiräumen einen natürlicheren Eindruck geben können und sind gemäß dem Untersuchungsbericht auch aus ökologischen Gründen wünschenswert.

Weiterhin benannten die vorbereitenden Untersuchungen als Ziele für die Sanierung Alt-Oberndorfs u. a.: Wohnumfeldverbessserung zur Steigerung der Aufenthaltsqualität auf Straßen und Plätzen.

Ziel der Gestaltung war es deshalb, einerseits die Aufenthaltsqualität des Platzes zu erhöhen, die Raumkante in Richtung zur Ortsdurchfahrtsstraße zu schließen und gleichzeitig den Platz mit der dahinter liegenden Grünfläche zu verbinden.
Das vorhandene ehemalige Kiosk-Gebäude wurde dabei bis auf die dort vorhandene Station abgebrochen und durch eine Pergola ergänzt. Weiterhin wurde die an das Gebäude angrenzende Mauer zur dahinter liegenden Grünfläche geöffnet.
Der Abbruch ermöglicht einerseits die Erschließung des kleinen Parks von zwei Seiten in Richtung zur Ernst-Sachs-Straße und öffnet andererseits Sichtbeziehungen in die Grünanlage.

Die vorhandenen Ahorne entlang der Schulgasse blieben erhalten und verzahnen mit dem neuen Baumraster den Platz mit der Grünanlage. Der mit Pflaster belegte Platz geht nun fließend in die angrenzende Grünfläche über.
Hier wurden Neupflanzungen von neun Kornelkirschen vorgesehen. Die Stellung der Bäume rahmt somit die
angrenzende Rasenfläche ein und definiert den Übergang zu den Verkehrsräumen.
Somit entstand von der Grünfläche aus in Richtung der beiden Straße die Abfolge:

Grünfläche – Baumraster – Geh- und Radweg – Straße.

Die neu gestaltete Grünanlage erhielt zur Schule eine klare Abgrenzung durch eine Formhecke. Zur Überwindung des Höhenunterschiedes der Grünfläche zum angrenzenden Gehweg wurde entlang der Schulgasse eine Einfassung als Sitzkante hergestellt, welche zum Platz hin niedriger wird und dadurch die Grünanlage zum Platz hin öffnet und zugänglich macht.
Der vorhandene Radweg entlang der Straße blieb erhalten und wurde in die Platzgestaltung integriert.

Planung

Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Braun

Römerstraße 5
97944 Boxberg


Projektinformationen

Projektzeitraum
2011 - 2012

Größe
2.500 m²

Bausumme
250.000 Euro

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Schweinfurt, Hochbauamt


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