Museum Insel Hombroich

Inselspitze an der Erft, Museum Insel Hombroich © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

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Obstwiese vor Zwölf Räume Haus © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

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Hohe Galerie, Museum Insel Hombroich © 2013 Tomas Riehle

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Architektur und Natur, Museum Insel Hombroich © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

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Terrassenlandschaft, Museum Insel Hombroich © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

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Winter im Museum Insel Hombroich © 2011 Burkhard Damm Stiftung Insel Hombroich

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Frühjahrsblüher im Museum Insel Hombroich © 2011 Burkhard Damm Stiftung Insel Hombroich

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Inselspitze an der Erft, Museum Insel Hombroich © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

Obstwiese vor Zwölf Räume Haus © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

Hohe Galerie, Museum Insel Hombroich © 2013 Tomas Riehle

Architektur und Natur, Museum Insel Hombroich © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

Terrassenlandschaft, Museum Insel Hombroich © 2013 Tatjana Kimmel Stiftung Insel Hombroich

Winter im Museum Insel Hombroich © 2011 Burkhard Damm Stiftung Insel Hombroich

Frühjahrsblüher im Museum Insel Hombroich © 2011 Burkhard Damm Stiftung Insel Hombroich

Ausgehend von einem Park aus dem 19. Jahrhundert und angrenzenden Ackerflächen schuf der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte von 1984 bis 1994 die Landschaft von Museum Insel Hombroich auf circa 23 Hektar. Korte sieht darin "die wohl einmalige Chance, in einer durch den Braunkohletagebau weithin veränderten und teilweise zerstörten Region wieder eine ideale Landschaft mit Flüssen und Weihern, mit umfangreichen Neupflanzungen und bunten, sinnenfrohen Wiesen zu schaffen – eine wirkliche Lebensgemeinschaft von Pflanzen, Tieren und Menschen"

Der Düsseldorfer Karl-Heinrich Müller suchte in ganz Europa nach einem Ort, an dem er die Idee eines Museums in der Landschaft verwirklichen konnte. Dabei wollte er dem Leitmotiv des französischen Impressionisten Paul Cézanne „Kunst parallel zu Natur“ folgen. 1984 fand Müller die Insel Hombroich ganz in seiner Nähe – bei Neuss. Der von Ausläufern der Erft umgrenzte, verwilderte Park mit einer Villa aus dem Jahr 1816 wurde zur Keimzelle des Museums. Zudem erwarb Müller angrenzende Grundstücke, es waren überdüngte Ackerflächen, ohne Baum, Strauch und Wasserläufen. Diese Flächen verwandelte der Landschaftsarchitekt Bernhard Korte ebenso wie den historischen Park zu einer außergewöhnlichen Landschaft mit Wiesen, Wasserläufen, Wasserflächen und einem breiten Pflanzen-Spektrum. Innerhalb von zehn Jahren entstanden drei Landschaften in jeweils unterschiedlicher Konzeption: Park, Aue sowie die etwas höher gelegenen Terrasse: Überall steht die Natur im Dialog mit Architektur und Kunst.
Zu seinem Pflanzenkonzept erklärt Korte: „Hombroich als Heimat für die aus allen Ländern herbeigeholten Pflanzen war bedroht; das belegt eine Kartierung der Gehölze. Einheimische Pflanzen wie Eschen, Ahornbäume, Holunder und Brennnesseln erstickten exotische Arten wie Sumpfzypresse, Platane, Zerreiche, Säbeltanne, Hemlocktanne, Tulpen- und Trompetenbaum, Robinie, Amberbaum, Scheinzypresse, Lebensbaum, Zeder, Pavie, Christusdorn und Schnurbaum. Der Gehölzkartierung folgte eine behutsame baumpflegerische Behandlung – im Bereich der Besucherwege etwas stärker und im eigentlichen Bestand nur sehr zurückhaltend. Es wurde vor allem eingegriffen, um die Konkurrenz auszugleichen; die bloße Wegnahme einer Esche etwa aus rein formal-ästhetischen Kriterien unterblieb.“
Unter Leitung des Landschaftsarchitekten Burkhard Damm bewahren die Hombroicher Gärtner die von Korte geschaffene Balance zwischen natürlichem Prozess und pflegendem Eingriff. Ehrenamtliche Helfer unterstützen ihre Arbeit zu jeder Jahreszeit unter dem Motto „Hombroich : Freiwillig.“

Das Gelände ist Landschaftsschutzgebiet, da es Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bietet. Ob im Frühjahr die Blumen blühen, im Sommer die Pflanzen grün wuchern, im Herbst die Blätter ihre Farbpracht entfalten oder ob sich im Winter eine bezaubernde Ruhe über die Landschaft legt, - je nach Jahreszeit entfaltet das Museum Insel Hombroich eine andere, einzigartige Stimmung.

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Informationen auf externen Webseiten

Stiftung Insel Hombroich

Mitarbeiter
Burkhard Damm, Landschaftsarchitekt

Projektzeitraum
1984

Größe
23 Hektar

Auftraggeber
Auftraggeber war zunächst der Gründer von Museum Insel Hombroich Karl-Heinrich Müller, seit 1996 ist das Museum im Besitz der Stiftung Insel Hombroich.

Adresse
Minkel 2
41472 Neuss
Deutschland

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Projekttyp
Parkanlagen und Grünflächen