Landschaftspark Duisburg Nord Ein Projekt im Rahmen der IBA Emscherpark

Landschaftspark Duisburg Nord © 2009 Christa Panick

1 / 8

Landschaftspark Duisburg Nord © 2006 Michael Latz

2 / 8

Landschaftspark Duisburg Nord © 2009 Michael Latz

3 / 8

Landschaftspark Duisburg Nord © 2006 Michael Latz

4 / 8

© 

5 / 8

© 

6 / 8

Landschaftspark Duisburg Nord © 2006 Michael Latz

7 / 8

© Christa B. Panick CBP

8 / 8

Landschaftspark Duisburg Nord © 2009 Christa Panick

Landschaftspark Duisburg Nord © 2006 Michael Latz

Landschaftspark Duisburg Nord © 2009 Michael Latz

Landschaftspark Duisburg Nord © 2006 Michael Latz

© 

© 

Landschaftspark Duisburg Nord © 2006 Michael Latz

© Christa B. Panick CBP

Die „Internationale Bauausstellung Emscher Park“ versuchte, mit ca. 100 Projekten Maßstäbe einer „Baukultur“ für den ökologischen, ökonomischen und sozialen Umbau der Altindustrieregion Ruhrgebiet zu setzen. Der Landschaftspark Duisburg Nord ist eines dieser Projekte.

Auszeichungen:
Green Good Design Award 2009,
EDRA Places Award 2005
Play & Leisure Award 2004, Grande Medaille d´Urbanisme 2001
1. Europ. Preis für Landschaftsarchitektur Rosa Barba 2000

"Die Metamorphose der industriellen Landschaft"

Der Landschaftspark Duisburg Nord reflektiert unter diesen Beispie-len wohl am augenfälligsten den Versuch, sich anders mit Land-schaft und Natur auseinanderzusetzen, die Industriebrache zu re – animieren und für das dichtbesiedelte Emschergebiet als wertvol-len Lebensraum zurückzugewinnen.
Die Strategie war, den "Genius loci" herauszuarbeiten und ihn mit "Neuem" zu kontrastieren, die existierenden Bauwerke der Industrie als Erbe zu bewahren, sie für den Park zu nutzen und den Men-schen näherzubringen.
Dabei wurde der Umgang mit den riesigen und eigentlich un-menschlichen Ruinen der Stahlproduktion zur größten technischen und kreativen Herausforderung - ihre Metamorphose in Parkele-mente, d. h. Orte, die mit Vergnügen besucht und genutzt wer-den.
Ziel war dabei nicht die oft beschworene "Ganzheit". Die industriel-len Strukturen werden nicht überformt und damit verfälscht. Sie repräsentieren vielmehr voneinander unabhängige Systeme, die visuell, funktional oder auch nur ideell über Gärten, Terrassen, Treppen, Landmarken oder Zeichen verknüpft werden. Es sind
- der Bahnpark mit den Hochpromenaden auf der oberen Ebene,
- der Wasserpark auf der unteren Ebene,
- die vereinzelten Vegetationsfelder zwischen den Bandstrukturen von Wasser- und Bahnpark,
- die Promenaden, die Stadtbezirke miteinander verbinden.

Baustoffe werden soweit möglich vor Ort gewonnen und, in ande-rer Form, wiederverwendet. Der Umgang mit Altlasten ist wichtiges Thema und wird bei dem nachfolgend gezeigten noch nicht reali-sierten Projekt im Hochofenwerk Völklingen zur Strategie:
Elemente von Natur wie Boden, Wasser, Luft, sind neu zu fassen und in eine technisch sichere Anlage, einen Artefakt, umzuwan-deln und wieder zu nutzen.

Die Metamorphose industrieller, auch militärischer Objekte zu neuen Landschaften, zu neuen Stadttypen, wird neben Duisburg und Völklingen kürzer und beispielhaft an denTagebaugebieten der Terres Rouges, an dem U – Boot – Hafen in Lorient / Bretagne und an dem Shell – Forschungs- und Technologiezentrum in Thorn-ton bei Manchester demonstriert.

Die Idee, aus menschlichem Zerstörungswerk die Faszination der Zu-kunft zu entwickeln, industrielle Strukturen durch Neuinterpretation und Adaption zurück zu gewinnen und neu zu nutzen, widerspricht dem seit Jahrhunderten überlieferten Idealbild von Natur und Land-schaft. Die Akzeptanz der physikalischen, auch der zerstörten Natur führt zu dieser an den Projekten erläuterten anderen Herangehens-weise, die auch als theoretischer Exkurs in den Vortrag mit aufge-nommen ist.


WürdigungDeutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2001

Juryurteil: Mit dem Landschaftspark Duisburg Nord wird eines der außergewöhnlichsten Projekte der deutschen Landschaftsarchitektur der 90er Jahre gewürdigt. Es ist bereits heute maßstabsbildend für vergleichbare Aufgaben der Neuinterpretation von Industrielandschaften. Hervorzuheben ist unter anderem der sensible und einmalige Umgang mit historischen Schichten sowie die Integration von technischen Industriestrukturen und neuen Pflanzenbildern.

mehr lesen +

Planungsbüro

LATZ+PARTNER
Kranzberg

Weitere Planer
Ausschreibung und Bauleitung
Latz Riehl Partner
Kassel

Günter Lipkowsky
Oberhausen

Vegetationskonzept
Jörg Dettmar

Projektzeitraum
1991 - 2001

Größe
230 ha

Auftraggeber
Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen als Treuhänder der Stadt Duisburg,
Gartenamt und Planungsamt der Stadt Duisburg.

Adresse
Emscherstraße
47137 Duisburg

Projekt auf Karte anzeigen

Preise & Auszeichnungen
Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2001
Würdigung

Projekttyp
Parkanlagen und Grünflächen
Freianlagen für Gewerbe und öffentl. Einrichtungen
Plätze, Promenaden, Fußgängerzonen
Tourismusentwicklung und Erholungsplanung