Potenzialanalyse und Öffentlichkeitsarbeit Gartenhorizonte Von der Küste bis zum Harz - Erhebung zur Erwartungshaltung von Fachbesuchern und interessierten Laien an Gartenanlagen in Niedersachsen

Landschaftspark des Rittergutes Eckerde © 2008 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

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Erkunden der „Parklandschaft Ammerland“ mit dem Fahrrad © Ammerland-Touristik

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Kulturelle Veranstaltung im Landschaftspark Eckerde © 2009 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

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Attraktive Pflanzungen und Blühaspekte in den Schaugärten des Klosters Mariensee © 2009 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

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Historische Gebäude des Klosters Mariensee © 2009 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

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Pflanzenverkauf im Rhododendronpark der Baumschule Hobbie © 2011 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

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Wanderausstellung Gartenhorizonte © 2010 Schoelkopf Freiraumforum Schoelkopf

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Landschaftspark des Rittergutes Eckerde © 2008 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

Erkunden der „Parklandschaft Ammerland“ mit dem Fahrrad © Ammerland-Touristik

Kulturelle Veranstaltung im Landschaftspark Eckerde © 2009 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

Attraktive Pflanzungen und Blühaspekte in den Schaugärten des Klosters Mariensee © 2009 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

Historische Gebäude des Klosters Mariensee © 2009 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

Pflanzenverkauf im Rhododendronpark der Baumschule Hobbie © 2011 Schoelkopf Schoelkopf freiraumforum

Wanderausstellung Gartenhorizonte © 2010 Schoelkopf Freiraumforum Schoelkopf

Für das Netzwerk Gartenhorizonte in Niedersachsen wurde eine landesweite Potenzialanalyse durchgeführt, um Erkenntnisse für die Nutzbarmachung des gartenbaulichen, kulturellen und des touristischen Potenzials der niedersächsischen Gartenkultur zu gewinnen. Der Fokus richtet sich verstärkt auf die gartenkulturellen Orte und Angebote, die bislang in der Öffentlichkeit weniger wahrgenommen wurden, aber gerade für den ländlichen Raum wichtige Impulsgeber darstellen können. Eigentümer gartenkultureller Orte und Angebote bekommen handlungsorientierte Hinweise, wie sich diese Orte und Angebote in Hinblick auf mögliche Besuchererwartungen inwertsetzen lassen. Für die angestrebte Netzwerkbildung gibt die Potenzialanalyse Handlungsempfehlungen für die niedersachsenweite Informationsvermittlung. Das im Rahmen der Untersuchung ermittelte gartenkulturelle Potenzial wurde den Besuchererwartungen, die im Rahmen einer nichtrepräsentativen Befragung erhoben wurden, gegenübergestellt. Die quantitative Primärerhebung ergab u.a. in neun ausgewählten Parks 682 Datensätze zu den Kernthemen Besuchs- und Informationsverhalten, Bekanntheit von niedersächsischen Gärten, Interesse an gartenkulturellen Aspekten, Erwartungen an den Gartenbesuch sowie zur Qualität der ausgewählten Gärten.

Menschen nutzen Gärten und Parks nicht nur als Erholungs- und Freizeitorte, um Ruhe und einen seelischen und körperlichen Ausgleich zu finden. Bereits heute besuchen viele Menschen im Zuge von Kultur-, Bildungs- und Erholungsreisen gartenkulturelle Anlagen. Gärten und Parks bieten darüber hinaus das passende Ambiente für Gartenfeste, Konzerte und Festivals. Neben ihrer Bedeutung für die Gartenkultur und ihrer Erholungsfunktion werden Gärten und Parks vor diesem Hintergrund zunehmend auch ökonomisch interessant. Gartenschauen ziehen Millionen von Besuchern an und seit einigen Jahren nehmen touristische Angebote in Verbindung mit Gärten und Parks auffallend zu. Darüber hinaus wird die Gartenkultur durch ein hohes Maß an privatem bürgerschaftlichen Engagement getragen, das sich in den weitverbreiteten Initiativen der „Offenen Pforten“ widerspiegelt.
Ebenso vielschichtig wie sich das gartenkulturelle Angebot darstellt, verhalten sich auch die Interessen und Erwartungen von Menschen, die Parks und Gärten besuchen. Der Gartenbesucher wird deshalb häufig als „unbekanntes Wesen“ eingeschätzt, wenn es darum geht, Konzepte und Maßnahmen zu entwickeln, um die gartenkulturellen Werte den Menschen näher zu bringen.
Dementsprechend vielschichtig gestaltet sich die Aufgabe, zu einer Einschätzung des breitgefächerten gartenkulturellen Potenzials für ein Flächenland wie Niedersachsen zu gelangen, wenn man sich dabei an den heterogenen Erwartungen der Besucher orientieren möchte. Den besucherorientierten Ansatz hat man in Niedersachsen bei der Entwicklung der Landesinitiative Gartenhorizonte gewählt, um einen möglichst breiten Blickwinkel auf die Möglichkeiten zur Inwertsetzung der niedersächsischen Gartenkultur zu öffnen. Dementsprechend weitgefasst werden anstelle von Gärten und Parks alle gartenkulturelle Orte und Angebote in Betracht gezogen. Sie umfassen neben Gärten und Parks auch andere Freiräume, Bezüge zu den umliegenden Kulturlandschaften sowie gartenbezogene Veranstaltungen und Bildungsangebote oder die Produktion und den Vertrieb regionaltypischer, gartenbezogener Produkte.
Für die Inwertsetzung wurden auf lokaler, regionaler und landesweiter Ebene in Niedersachsen Empfehlungen und Maßnahmenansätze erarbeitet. Auf der lokalen Ebene besteht die direkte Möglichkeit, die Qualität und Bekanntheit der gartenkulturellen Orte und Angebote zu steigern, sofern dies als Ergebnis einer gesonderten mit Eigentümern und Fachleuten durchgeführten Einzelfallbetrachtung erforderlich wird. Ein erarbeiteter Einstufungs- und Erfassungsbogen soll eine Hilfestellung bei der Bewertung der eigenen Anlagen geben, eine Einstufung in die Gartenhorizonte-Kategorien ermöglichen und gleichzeitig für die landesweite Erfassung notwendige Basisinformationen liefern. Die Untersuchung liefert darüber hinaus Maßnahmenempfehlungen für die lokale Informationsvermittlung und gestalterisch- infrastrukturelle Entwicklung der Anlagen.
Das hohe ermittelte Interesse an den landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten im Umfeld der Gärten und die große, oben beschriebene Anreisebereitschaft der Besucher legen auf regionaler Ebene die Empfehlung nahe, vernetzte regionale Angebote zu entwickeln und zu kommunizieren.
Im Rahmen der landesweiten Inwertsetzung kann die Informationsvermittlung zur Stärkung der gesellschaftlichen und politischen Relevanz der Gartenkultur beitragen, die letztlich wieder den gartenkulturellen Orten zu Gute kommt. Hierfür sind naturräumliche, aktionsräumliche, inhaltliche, organisatorisch-personelle und mediale Dimensionen ermittelt und mit ersten Maßnahmenempfehlungen untersetzt worden.

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Dokumente zum Download

Faltblatt Gartenhorizonte

PDF (0.3 MB)

Planungsbüro

freiraumforum schoelkopf
Hannover

Amtshof Eicklingen Planungsgesellschaft GmbH & Co KG
Gudrun Viehweg

Projektzeitraum
2010 - 2012

Auftraggeber
Stadt Westerstede
Am Markt 2
26655 Westerstede

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung
Calenberger Straße 2
30169 Hannover

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Projekttyp
Parkanlagen und Grünflächen
Gartenschauen
Tourismusentwicklung und Erholungsplanung