STEP Klima Berlin Klimaanpassung in der wachsenden Stadt

Kühlleistung durch Verdunstung © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Prinzip Schwammstadt © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Auswirkungen von Hitze und Starkregen auf die Stadt © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Klimaanpassung in der Blockrandbebauung © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Klimaanpassung in der Zeilenbebauung © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Klimaanpassung im Geschosswohnungsneubau © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Klimaanpassung in Schulen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Klimaanpassung in Gewerbe- und Industrieflächen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Klimaanpassung auf Straßen und Plätzen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Klimaanpassung in Grün- und Freiflächen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

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Kühlleistung durch Verdunstung © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Prinzip Schwammstadt © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Auswirkungen von Hitze und Starkregen auf die Stadt © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Klimaanpassung in der Blockrandbebauung © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Klimaanpassung in der Zeilenbebauung © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Klimaanpassung im Geschosswohnungsneubau © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Klimaanpassung in Schulen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Klimaanpassung in Gewerbe- und Industrieflächen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Klimaanpassung auf Straßen und Plätzen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Klimaanpassung in Grün- und Freiflächen © bgmr SenStadtUm/bgmr 2016

Berlin muss resilienter werden. Die Stadt an den Klimawandel anzupassen, ist entscheidend dafür, dass sie wachsen kann, ohne an Lebensqualität einzubüßen. Es gilt, Berlin so zu gestalten, dass starker Regen nicht mehr zu Überflutungen führt und dass Mensch und Natur selbst lange Hitze gut überstehen. Wie das geht, zeigt StEP Klima KONKRET – mit detaillierten Hinweisen, welche Maßnahmen in welcher Umgebung sinnvoll sind. Die wachsende Stadt bietet eine einmalige Chance, diese Anpassung umzusetzen. Wo viel gebaut und umgebaut wird, lassen sich Anpassungsmaßnahmen ohne allzu großen Aufwand miterledigen – im Huckepack. Voraussetzung ist, dass alle, die mit Planen und Bauen befasst sind, daran mitwirken: in Verwaltungen, Behörden, Planungsbüros und in der Immobilien- und Bauwirtschaft. Klimaanpassung ist eine Aufgabe, die alle angeht – und von deren Lösung alle profitieren.

StEP Klima KONKRET ergänzt den Stadtentwicklungsplan Klima von 2011. Er vertieft und profiliert dessen Inhalte (die weiter Gültigkeit haben) und liefert Handreichungen für die Praxis. Dabei fließen jüngste Erkenntnisse aus Forschungs- und Pilotprojekten zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels auch aus Berlin ein.
Am Leitbild der kompakten Stadt ändert sich nichts. Aufgabe der Berliner Stadtentwicklung ist es, das Wachsen der Stadt von negativen Folgen zu entkoppeln. Eine weitere Verdichtung steht der Anpassung nicht entgegen. Dass viel gebaut wird, eröffnet sogar die Chance, Anpassungsmaßnahmen im größeren Umfang zu realisieren: „im Huckepack“. Dabei wird nicht auf sektorale Maßnahmen der Klimaanpassung gesetzt, sondern die gesamte Oberfläche der Stadt wird Handlungsraum für die wassersensible und hitzeangepasste Stadt. Im Sinne der Multicodierung wird die Klimaanpassung eine Aufgabe von vielen bei der Gestaltung der Oberfläche der Stadt.

Fokussierung auf Hitze und Überflutung
Urbane Hitze (Hitzetage/Tropennächte) und urbane Überflutung (nach Starkregen) sind Kernaufgaben der Anpassung: Beide Wetterextreme werden durch den Klimawandel in Berlin häufiger auftreten. Sie zu bewältigen ist essenziell, um die Lebensqualität in der Stadt zu sichern. Die hitzeangepasste Stadt und die wassersensible Stadtentwicklung werden zu Leitthemen.
Schlüsselstrategien gegen die urbane Hitze sind: durchlüften, verschatten, Rückstrahlung erhöhen, durch Verdunstung kühlen. Neubauten sollen Wege für den Luftaustausch offen lassen, Architektur und Bäume Schatten spenden und helle, glatte Oberflächen von Bauten und Flächen ein Aufheizen verhindern. Neue Wohlfühlräume entstehen.
Vor allem aber gilt es, die kühlende Verdunstung zu intensivieren. Diese Aufgabe übernehmen Bäume, Urban Wetlands (städtische Feuchtgebiete), Vegetation und Böden, die dazu ausreichend mit Wasser versorgt sein müssen. Das ist nicht auf die öffentlichen und privaten Freiflächen beschränkt. Dächer und Fassaden spielen eine ebenso wichtige Rolle; im Straßenraum können Verdunstungsbeete oder entsiegelte Seitenstreifen die Kühlung unterstützen.
Die Schlüsselstrategien der wassersensiblen Stadtentwicklung lauten: versickern, verdunsten, speichern, zurückhalten und über Notwasserwege ableiten. Das entlastet auch die Mischwasserkanalisation, verhindert Überläufe und kommt so den Gewässern zugute.
Es gilt, die Oberfläche der Stadt umzubauen. Gebäude, Höfe, Straßen, Plätze und Grünflächen sollen – nach dem Prinzip der Schwammstadt – auch starke Niederschläge aufnehmen. Notwasserwege leiten Überschüsse aus Wohn- und Gewerbequartieren auf weniger sensible Flächen. Von dort fließen sie verzögert ab. Dächer und Urban Wetlands speichern Wasser sogar länger – als Ressource für sommerliche Trockenperioden.

Konkretisierung nach Bebauungsstruktur
Die Anpassung zu bündeln erschließt Synergien: Maßnahmen greifen am besten, wo sie systemisch zusammenwirken und auf den Ort abgestimmt sind. Deshalb entwickelt StEP Klima KONKRET Maßnahmen- und Strategiebündel für sieben in Berlin gängige Baustruktur- und Flächentypen, zum Beispiel verdichtete Blockrandbebauung, Geschosswohnungsneubau und Straßen und Plätze.

Anpassung einbinden
Um die Umsetzung zu beschleunigen, setzt StEP Klima KONKRET auf Integration. Ziel ist eine Anpassung in Form von No-Regret-Maßnahmen, die auch ohne den Klimawandel sozial, ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind. Deshalb benennt StEP Klima KONKRET auch Instrumente und Wege, um die Anpassung auf allen Planungsebenen in Prozesse, Programme und Projekte einzubinden.
Die Anpassung verlangt zudem einen interdisziplinären Ansatz: Sie geht alle Fachbereiche an – vom Wohnungsbau bis zur Verkehrs- oder Abwasserplanung. Referenzprojekte dienen als Vorbilder und Pilotvorhaben. Beispiele und Berechnungen liefern Argumentationshilfen, um die Akzeptanz von Anpassungsmaßnahmen zu erhöhen.

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Informationen auf externen Webseiten

Broschüre Stadtentwicklungsplan Klima KONKRET

Planungsbüro

bgmr Landschaftsarchitekten GmbH
Berlin

Mitarbeiter
Dr. Carlo W. Becker
Anna Neuhaus

Projektzeitraum
2014 - 2016

Auftraggeber
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin
Monika Faltermaier und Dr. Heike Stock

Adresse

Berlin
Deutschland

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