Stadtentwicklung Eutin 2016+ Neustrukturierung Stadtbucht und Seepark im Rahmen der LGS Eurtin 2016

Holzplattform in der Stadtbucht © 2016 © Hanns Joosten

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Urbane Uferpromenade © 2016 Hanns Joosten

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Stadtbucht © 2016 Hanns Joosten

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Freitreppe vor dem Schloss Eutin © 2016 © Hanns Joosten

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Stege als Fortführung der Sichtachsen © 2016 © Hanns Joosten

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Liege- und Sitzskulptur © 2016 Hanns Joosen

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Spiel- und Sportpark © 2016 © Hanns Joosten

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Spielband © 2016 Hanns Joosen

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Eutin Spielplatz © 2016 © Hanns Joosten

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Detail Spielfläche © 2016 Hanns Joosen

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Netztunnel © 2016 Hanns Joosen

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Seepark © 2016 Hanns Joosen

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Achse Seepark © 2016 Hanns Joosen

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Rhododrendrenhain © 2016 Hanns Joosen

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Holzplattform in der Stadtbucht © 2016 © Hanns Joosten

Urbane Uferpromenade © 2016 Hanns Joosten

Stadtbucht © 2016 Hanns Joosten

Freitreppe vor dem Schloss Eutin © 2016 © Hanns Joosten

Stege als Fortführung der Sichtachsen © 2016 © Hanns Joosten

Liege- und Sitzskulptur © 2016 Hanns Joosen

Spiel- und Sportpark © 2016 © Hanns Joosten

Spielband © 2016 Hanns Joosen

Eutin Spielplatz © 2016 © Hanns Joosten

Detail Spielfläche © 2016 Hanns Joosen

Netztunnel © 2016 Hanns Joosen

Seepark © 2016 Hanns Joosen

Achse Seepark © 2016 Hanns Joosen

Rhododrendrenhain © 2016 Hanns Joosen

Eutin ist ein gutes Beispiel, wie eine Stadt, die ohnehin von einer außerordentlichen Lagegunst zwischen zwei Seen profitiert, durch gezielte Eingriffe ihre Identität deutlich schärft. Attraktive, nutzbare Freiräume und neue Wegeverbindungen am Großen Eutiner See bringen die Stadt „zurück ans Wasser“. Die Wiederentdeckung der Wasserlagen wirkt profilbildend für Tourismus und Standortmarketing und erhöht die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt.

Ausgangssituation
Trotz der Lagegunst boten die städtischen Freiräume entlang der Seeufer, mit Ausnahme des historischen Schlossgartens, bisher wenig Gestaltungs- und Aufenthaltsqualitäten. Der Bezug zum Wasser war kaum spürbar, es fehlten Wegeverbindungen und vor allem Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche, für Sport und Freizeit. Die Stadt zum See zu öffnen, die Wasserlagen besser zugänglich und erlebbar zu machen und neue Angebote für Aktivität und Erholung zu schaffen wurde im Dialogprozess mit der Bürgerschaft als Anliegen erarbeitet. Im Rahmen den Landesgartenschau Eutin 2016 wurde der Wettbewerbsentwurf von A24 Landschaft realisiert. Es entstand eine neu interpretierte, sichtbar zeitgenössische Kulturlandschaft. Der aktuelle Entwurf nahm konzeptionell Bezug auf den Landschaftsgarten des 18.-19. Jahrhunderts, der das barocke Eutiner Wasserschloss umgibt.

Verzahnung von Stadt und See.
Eutin ist als Mittelzentrum, Wohn- und Arbeitsstandort regional bedeutend. Die Alt- und Innenstadt, geprägt von Fachwerk und klassizistischen Bauten und dem barocken Wasserschloss, liegt malerisch zwischen großem und kleinem Eutiner See. Die begünstigte Lage im Naturpark Holsteinische Schweiz macht die Region zu einer der beliebtesten Tourismusregionen im norddeutschen Binnenland. In dieser besonderen Lage gab es nur wenig Freiräume und Aufenthaltsmöglichkeiten am Seeufer. Der Entwurf nahm konzeptionell Bezug auf den Landschaftsgarten des 18.-19. Jahrhunderts, der das barocke Eutiner Wasserschloss umgibt, und verbindet die Stadt über den Park wieder mit dem Wasser. Der Umgang mit dem Bestand spielte eine besondere Rolle bei der Planung, so öffnet eine großzügige Freitreppe den Schlossplatz zum See. Neue Wegeführungen, die als Sichtachsen zwischen den neuen Spiel- und Bewegungsräumen und dem See liegen, setzen sich als hölzerne Stege in den See hinein fort, weiten sich am Endpunkt als Plattform mit Sitzpodesten und lassen attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten direkt am Wasser entstehen. Die Akzentuierung und Wiederentdeckung der außergewöhnlichen Wasserlagen wirkt profilbildend für Tourismus und Standortmarketing und fördert die Eigenidentifikation der Bürger mit der Stadt.

Stadtbucht als verbindende Klammer.
Mit Blickbezügen auf den See, die Stadtbucht und das Schloss ist das Wasser nun integraler Bestandteil des Parks. Es entstand eine neu interpretierte, sichtbar zeitgenössische Kulturlandschaft. In unmittelbarer Nähe zur historischen Altstadt, stellt die umfassend neugestaltete Stadtbucht den städtischen Auftakt des neuen Freiraumerlebnisses dar, die als Scharnier den historischen Schlossgarten mit dem Seepark verbindet. Die weitläufige Promenade aus anthrazitfarbenem Natursteinpflaster verbindet optisch Stadt und See. Durch die Bucht flaniert man auf großformatigen Gehwegplatten bis in den Seepark. Ein Holzdeck folgt der Uferpromenade und rahmt die Stadtbucht ein. Gefaltete Sitzmöbel schaffen Aufenthaltsbereiche direkt an der Wasserkante. Ein großzügig geschnittenes Holzdeck erweitert die Promenade in den See und lädt zum Verweilen ein. So konnten Attraktivität als Wohnort für junge Familien, wie ebenso touristische Anziehungspunkte geschaffen werden.

Reaktivierung des Seeparks.
Der Seepark ist als Gegenpol zum historischen Schlossgarten entwickelt und entlastet diesen vom bisherigen Nutzungsdruck. Die Spielangebote lagern sich an die neuen Parkachsen zum Wasser an. Die Gliederung der Spielaktivitäten sowohl inmitten als auch am Rand des Seeparks funktioniert als verbindendes Element. Dabei zielt die Verteilung über die Fläche, insbesondere die Platzierungen entlang der Wege, auf die spontane Nutzung. Im nördlichen Bereich befindet sich der Seespielplatz, der mit den Themen See und Wald die ortsspezifischen Besonderheiten aufgreift. Betonwellen, Wackelwald, Baumhäuser, die zum Hangeln und Klettern motivieren, ein reusenartiger Netztunnel und das abstrakte Spielschiff integrieren die ikonischen Formen der Umgebung. Mit dem Waldgartenband an der Bebauungskante zur Stadt erhält der Seepark den Charakter eines Stadtparks. Unter alten Bäumen finden sich Boule, Tischtennis, Schaukeln, Fitnessgeräte: Angebote für alle Generationen. An einen Sandstrand schließen sich Sportflächen für Beachvolleyball und Streetball sowie eine Liegewiese und Ruhebereiche an.

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Planungsbüro

A24 Landschaft
Berlin

Mitarbeiter
Projektleiter: Joachim Nauendorf
Mitarbeit Projekt: Carole Blessner, Anett Simiot, maren Jeschke, Hendrijke Unteutsch, Pamela Ackermann, Daniel Groß
Mitarbeit Wettbewerb: Sibylle Lacheta, Jan Grimmek, florian Rüster, Henry Anderson, Luana Czipczer, Bojan Balen.

Weitere Planungsbeteiligte
Baukontor Dümke GmbH

Projektzeitraum
2013 - 2016

Größe
9,5ha

Bausumme
7 Mio. Euro

Auftraggeber
Stadt Eutin

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Preise & Auszeichnungen
Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2021
Auszeichnung Historische Anlagen

Projekttyp
Parkanlagen und Grünflächen
Spielplätze, u.a. an Kitas und Schulen
Tourismusentwicklung und Erholungsplanung
Stadt-, Freiraumentwicklungskonzepte