Gartenensemble, Jüdisches Museum

Masterentwurf Museum - südlich angrenzende Freianlage© Lützow7

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E.T.A. Hoffmann Garten - Daniel Liebeskind © Erik-Jan Ouwerkerk

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Müller & Wehberg - Bepflanzung - Pflasterung © Erik-Jan Ouwerkerk

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Hain weißer und roter Rosen © Lützow7

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© Lützow7

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Voided-void Schotter - Footprints im Garten © Lützow7

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Paul-Celan-Hof Bodenmosaik© Paul Geerts

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Paulownia - Blauglockenbaum Lieblingsbaum von Paul Celan© Erik-Jan Ouwerkerk

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Walter-Benjamin-Spielplatz © Lützow7

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Spielplatz - skulpturale Elemente © Erik-Jan Ouwerkerk

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Paradiesgarten © Erik-Jan Ouwerkerk

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Masterentwurf Museum - südlich angrenzende Freianlage© Lützow7

E.T.A. Hoffmann Garten - Daniel Liebeskind © Erik-Jan Ouwerkerk

Müller & Wehberg - Bepflanzung - Pflasterung © Erik-Jan Ouwerkerk

Hain weißer und roter Rosen © Lützow7

© Lützow7

Voided-void Schotter - Footprints im Garten © Lützow7

Paul-Celan-Hof Bodenmosaik© Paul Geerts

Paulownia - Blauglockenbaum Lieblingsbaum von Paul Celan© Erik-Jan Ouwerkerk

Walter-Benjamin-Spielplatz © Lützow7

Spielplatz - skulpturale Elemente © Erik-Jan Ouwerkerk

Paradiesgarten © Erik-Jan Ouwerkerk

Die Gartenanlage, welche das Jüdische Museum umgibt, bindet das geschichtlich aufgeladene Konzept des Architekten Daniel Libeskind ein und thematisiert einzelne individuelle Bereiche. Aspekte der Jüdischen Geschichte Berlins sind in der Oberflächenbeschaffenheit des Geländes oder als Linien auf dem Gelände materialisiert und ablesbar.
Der dem Dichter Paul Celan gewidmete Hof interpretiert den "Berliner Hinterhof". Hier gliedert in freier Interpretation einer Grafik der Ehefrau Celans ein Bodenrelief aus Naturstein die Fläche des Hofes. Der Garten des Exils (ETA Hoffmann Garten) ist ein geneigter Gartenhof, dessen mit Ölweiden bepflanzte 49 Stelen eine vielfältige Symbolik im Rahmen der Gesamtkonzeption entfaltet. Ein kleiner Spielplatz nimmt Bezüge zum Bauwerk und dem umgebenden Stadtraum auf. Er ist dem Dichter Walter Benjamin gewidmet. Ein Zitat des Paradiesgartens, innerhalb eines auf dem Schutt des Krieges entstandenen Robinienhaines, ist Symbol für die These einer denkbaren Umkehrung von historischen Ideen zum Garten des Paradieses in der Gegenwart und ist Bild für die ungebrochene Kraft der Natur.

Der Einbindung des durch den Architekten D. Libeskind entwickelten räumlich und zeitlich ausgerichteten Bedeutungsgeflechtes, welches den Museumsbau in Beziehung zur Geschichte der Berliner Juden setzt, folgen die Themen verschiedener Bereiche der das Museum umgebenden Gartenanlage.
In Anlehnung an die Materialien des alten Berlins wurden die Materialien des Gartens und der Platzflächen gewählt. Ein nach dem Dichter Paul Celan benannter Hof, zwischen dem Alt- und Neubau gelegen, erinnert an die typischen "Berliner Hinterhöfe". Hier gliedert in der Interpretation einer Grafik der Frau Celans, Gisèle Celan Lestrange, ein Bodenrelief aus Naturstein die Fläche des Hofes. Das Bodenrelief breitet sich gleichsam unter dem Gebäude in alle Richtungen aus und kehrt im Umfeld an verschiedenen Orten des Gartens wieder.
Der Garten des Exils (E.T.A.Hoffmann Garten) "steht für den Versuch, den Besucher vollständig zu desorientieren, für einen Schiffbruch der Geschichte". (Daniel Libeskind, 1999) Den Garten des Exils betritt der Besucher nach dem Verlassen der Achsen. 49 Betonstelen erheben sich auf einem quadratischen Grundriss. Die gesamte Anlage des Gartens ist um zwölf Grad geneigt und verwirrt die sinnliche Wahrnehmung des Besuchers. Diese räumliche Erfahrung soll auf die mangelnde Orientierung und das Gefühl von Haltlosigkeit verweisen, das Emigranten empfanden, die aus Deutschland vertrieben wurden. Aus den Stelen wachsen Ölweiden, die Hoffnung symbolisieren.
Ein kleiner Spielplatz ist dem Dichter Walter Benjamin gewidmet und nimmt Bezüge zum Bauwerk sowie den benachbarten Freiräumen auf.
Der Rosenhain mit sich umeinander drehend gepflanzten weißen und roten Rosen erinnert an die Rose, als eine der wenigen innerhalb der Mauern des historischen Jerusalem kultisch zugelassenen Pflanzen.
Footprints der unbebaut gebliebenen, entäußerten Leere (voided void) aus dem Bedeutungsrahmen des Gebäudes bilden sich auf der Fläche durch Schotterfelder ab. Als Zitat einer der Natur verpflichteten Gegenwartsvorstellung zum Paradies wird der auf dem Schutt des Krieges entstandene Robinienhain durch künstlerische Intervention interpretiert. Dieses Gartenzitat verweist auf die sich stetig wandelnden Vorstellungen.

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Planungsbüro

Lützow 7
Berlin

Projektzeitraum
1997 - 1999

Größe
2 ha

Bausumme
1,7 Mio

Auftraggeber
Land Berlin

Land Berlin

Adresse
Lindenstraße 9 - 14
10969 Berlin
Deutschland

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