Gedenkstätte der Sozialisten, Zentralfriedhof Friedrichsfelde

Friedhofsplan von 1887, Entwurf Hermann Mächtig © Hermann Mächtig Archiv Friedhofsverwaltung

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Gedenkstätte der Sozialisten © 2006 Holger Hübner

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Gräberanlage Pergolenweg © 2006 Holger Hübner

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Die Pflasterstraße – ein Haupterschließungsweg auf dem Friedhof © 2007 Holger Hübner

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Künstlergräber © 2007 Holger Hübner

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Die von Kastanien bestandene Mittelallee © 2007 Holger Hübner

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Die Feierhalle © 2006 Holger Hübner

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Weg unterhalb der Feierhalle © 2006 Holger Hübner

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Standort der ehemaligen Urnenhalle © 2005 Fiona Laudamus HORTEC

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Erinnerungsmal am Standort des 1935 zerstörten Revolutionsdenkmals © 2004 Fiona Laudamus HORTEC

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Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes © 2007 Holger Hübner

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Friedhofsplan von 1887, Entwurf Hermann Mächtig © Hermann Mächtig Archiv Friedhofsverwaltung

Gedenkstätte der Sozialisten © 2006 Holger Hübner

Gräberanlage Pergolenweg © 2006 Holger Hübner

Die Pflasterstraße – ein Haupterschließungsweg auf dem Friedhof © 2007 Holger Hübner

Künstlergräber © 2007 Holger Hübner

Die von Kastanien bestandene Mittelallee © 2007 Holger Hübner

Die Feierhalle © 2006 Holger Hübner

Weg unterhalb der Feierhalle © 2006 Holger Hübner

Standort der ehemaligen Urnenhalle © 2005 Fiona Laudamus HORTEC

Erinnerungsmal am Standort des 1935 zerstörten Revolutionsdenkmals © 2004 Fiona Laudamus HORTEC

Gräberanlage für Opfer des Faschismus und Verfolgte des Naziregimes © 2007 Holger Hübner

Am 21. Mai 1881 wurde der "Städtische Gemeindefriedhof für Berlin" in Friedrichsfelde feierlich eingeweiht. Die Stadt Berlin hatte das 25 Hektar große, damals noch außerhalb der Stadtgrenze liegende Areal erworben, da die innerstädtischen Friedhöfe an die Grenzen ihrer Aufnahmefähigkeit stießen.

Der Berliner Stadtgartendirektor Hermann Mächtig (1837-1909), ein Schüler Peter Joseph Lennés, und der Königliche Gartenbaudirektor Axel Fintelmann (1848-1907) orientierten sich bei der Anlage des Friedhofs an dem 1877 eröffneten und als Landschaftspark gestalteten Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg.

Der Friedhof in Friedrichsfelde stand für "alle Bekenntnisse und sozialen Schichten" offen. Seit der Beisetzung von Wilhelm Liebknecht (1826-1900) entwickelte sich Friedrichsfelde zum bevorzugten Begräbnisort führender Vertreter der Arbeiterbewegung. Vertreter der Gründergeneration der deutschen Sozialdemokratie und der Gewerkschaftsbewegung fanden im vorderen Teil ihre letzte Ruhestätte (zum Beispiel Ignaz Auer, Paul Singer, Carl Legien, Theodor Leipart).

Mit der Bestattung von Karl Liebknecht (1871-1919) und Rosa Luxemburg (1871-1919) sowie weiterer Opfer der politischen Auseinandersetzungen vom Januar 1919 entstand im hinteren Teil des Friedhofs eine Gedenkstätte der KPD und ihrer Anhänger. Das vom späteren Bauhausdirektor Ludwig Mies van der Rohe entworfene und 1926 eingeweihte Revolutionsmonument gehörte zu den architekturgeschichtlich bedeutsamen Beispielen moderner Denkmalbauten. Das NS-Regime ließ die Anlage 1935 niederreißen und die Gräber einebnen. Der Standort ist seit 1983 durch eine Gedenkstele markiert.

Die 1951 eingeweihte "Gedenkstätte der Sozialisten" entstand auf der Basis mehrerer Beschlüsse des Magistrats. Der Landschaftsarchitekt Reinhold Lingner und die Architekten Richard Jenner und Hans Mucke waren mit der Ausführung beauftragt. Großen Einfluss auf die Gestaltung der Gedenkstätte nahm der Präsident der DDR Wilhelm Pieck, der sich praktisch alle Entscheidungen vorbehielt.

Heute umfasst der Friedhof 32 Hektar. Sein Wegesystem, die "Gedenkstätte der Sozialisten" und viele Einzelgräber stehen unter Denkmalschutz. Als letzte Ruhestätte bedeutender Persönlichkeiten und Repräsentanten der Zeitgeschichte ist der Zentralfriedhof Friedrichsfelde ein Spiegel politischer Ereignisse und geistig-kultureller Strömungen des 20. Jahrhunderts.

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Größe
32 ha

Adresse
Gudrunstraße 20
10365 Berlin
Deutschland

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