Tempelhofer Feld, Teilbereich Oderstraße Berlin

Haupteingang Herrfurthstraße © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

1 / 11

"Lange Bank" am Eingang Herrfurthstraße © 2025 Lisa Konrad SINAI / Lisa Konrad

2 / 11

Blick nach Norden entlang der Oderstraße © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

3 / 11

Aktionstag 2018 © 2018 SINAI

4 / 11

Haupteingang Crashgate © 2025 Lisa Konrad SINAI / Lisa Konrad

5 / 11

Bodenschwellen Detail © 2025 Lisa Konrad SINAI / Lisa Konrad

6 / 11

Blick auf Crashgate und Naturerfahrungsraum (NER) © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

7 / 11

Naturerfahrungsraum (NER) © 2022 SINAI

8 / 11

Sportinseln Blick Richtung Süden © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

9 / 11

Banknischen Flanke Oderstraße © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

10 / 11

Baumpflanzungen 2020 © 2020 SINAI

11 / 11

Haupteingang Herrfurthstraße © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

"Lange Bank" am Eingang Herrfurthstraße © 2025 Lisa Konrad SINAI / Lisa Konrad

Blick nach Norden entlang der Oderstraße © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

Aktionstag 2018 © 2018 SINAI

Haupteingang Crashgate © 2025 Lisa Konrad SINAI / Lisa Konrad

Bodenschwellen Detail © 2025 Lisa Konrad SINAI / Lisa Konrad

Blick auf Crashgate und Naturerfahrungsraum (NER) © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

Naturerfahrungsraum (NER) © 2022 SINAI

Sportinseln Blick Richtung Süden © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

Banknischen Flanke Oderstraße © 2026 Thomas Rosenthal SINAI / Thomas Rosenthal

Baumpflanzungen 2020 © 2020 SINAI

Das über 300 Hektar große Tempelhofer Feld ist seit seiner Öffnung im Mai 2010 ein einzigartiger innerstädtischer Freiraum. Die Weite der ehemaligen Start- und Landebahnen des Zentralflughafens Tempelhof, Relikte der Flughafennutzung und die grundsätzliche Nutzungsoffenheit machten die „Tempelhofer Freiheit“ schnell zu einem identitätsstiftenden Ort für Berlin und zu einem Anziehungspunkt mit internationaler Strahlkraft. Zugleich besitzen die Wiesenflächen einen hohen ökologischen Wert als Biotope und Kaltluftentstehungsgebiete. Für die angrenzenden, dicht besiedelten Quartiere ist das Feld von zentraler Bedeutung für wohnungsnahe Erholung, gesundheitliche Chancengerechtigkeit, soziale Teilhabe und Inklusion.

Mit dem Volksentscheid „100 % Tempelhofer Feld“ im Mai 2014 wurde der weitgehende Erhalt der Freifläche gesetzlich verankert. Das Tempelhofer-Feld-Gesetz schließt eine Bebauung – insbesondere der zentralen Flächen – grundsätzlich aus und erlaubt landschaftliche Pflege, ökologische Maßnahmen sowie nicht-kommerzielle Freizeit-, Sport- und Kulturnutzungen. Die Konkretisierung erfolgt über den 2014–2016 partizipativ erarbeiteten Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP). Ein dauerhaftes Beteiligungsmodell mit der Feldkoordination stellt Transparenz und Mitwirkung sicher.

Als erster Umsetzungsbereich des EPP wurde die östliche Flanke an der Oderstraße ausgewählt. Ziel war es, notwendige infrastrukturelle Verbesserungen zu realisieren, ohne den offenen Landschaftscharakter zu beeinträchtigen – gemäß der Prämisse „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“.

Mit der Planung wurde die SINAI beauftragt: Die Entwicklung erfolgte in einem intensiven Beteiligungsprozess: Werkstätten, Prototypen, aufsuchende Formaten und kontinuierlicher Abstimmung mit Bürgerschaft und Feldkoordination erzielten den breiten Konsens über umzusetzende Maßnahmen.

In über zwanzig Einzelmaßnahmen wurden die Eingangsbereiche neu dimensioniert und barrierearm gestaltet, Sitz- und Aufenthaltsangebote geschaffen sowie fünf barrierefreie Bewegungsflächen mit Sport- und Calisthenics-Geräten realisiert. Eine Parcours-Strecke, ein erweiterter Naturerfahrungsraum für Kinder und Jugendliche, neue Fahrradabstellmöglichkeiten, Müllbehälter sowie die Sanierung von Asphaltbelägen ergänzen die Infrastruktur. Insgesamt wurden 91 schattenspendende Bäume gepflanzt und ein Baum-Lehrpfad angelegt.

Die Eingangsbereiche wurden als identitätsstiftende Visitenkarten und Willkommensorte ausgebildet. Es entstand ein robustes, prägnantes Design mit hohem Wiedererkennungswert. Die Markierung der Torbereiche an den Haupteingängen Herrfurthstraße und Crashgate greift mit himbeerroter Farbgebung und Typografie das bestehende Leit- und Orientierungssystem des Feldes auf.

Eigens entwickelte helle Bodenschwellen entschleunigen den Radverkehr und reduzieren Konflikte zwischen Fußgänger:innen und Radfahrenden. Integrierte Aussparungen sichern die Barrierefreiheit für Rollstühle und Rollatoren; die Elemente wurden gemeinsam mit Betroffenenverbänden getestet.

Gestalterisch prägend ist die über 40 Meter lange „Lange Bank“ an der Herrfurthstraße, die als Treffpunkt fungiert und zugleich die angrenzende Böschung schützt.

Die gezielte Anordnung von Angeboten nahe den Eingängen verbessert die Zugänglichkeit insbesondere für weniger mobile Menschen.

Mehr lesen +

Planungsbüros

SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH
Berlin

Projektzeitraum
2018 - 2025

Größe
25 ha

Bausumme
Baumpflanzungen: 200.000 € Naturerfahrungsraum: ca. 137.000 € Bewegungsflächen: 1,55 Mio. € Eingänge: 1,5 Mio. €

Auftraggeber
Grün Berlin Stiftung, Berlin

Adresse
Herrfurthstraße
12049 Berlin
Deutschland

Projekt auf Karte anzeigen

Auszeichungen & Preise
Nominierung zum ersten Berlin-Brandenburgischen Landschaftsarchitekturpreis 2026