München Heidemannstraße

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©  Hansjakob Öffentliche Grünfläche übergang in die Heidelandschaft 

©  Arved v. d. Ropp Wohnanlage Heidemannstraße, wohnungsnaher Spielplatz 

©  Hansjakob Straßenraum Wohnanlage Heidemanntraße breite Grünflächen 

©  Hansjakob Wohnanlage Heidemannstraße, öffentliche Grünanlage 

© 2014  Bayer. Vermessungsverwaltung | Orthophoto (Luftbild) © Bayer. Vermessungsverwaltung Luftbild 20 Jahre nach Fertigstellung der Anlage 

© 1980  Hansjakob Wettbewerbsplan Peter Petzold, Architekt Gottfried und Anton Hansjakob, Landschaftsarchitekten 

© 1989  Unbekannt Schrägaufnahme Wohngebiet an der Heidemannstraße 

Alle Gartenhöfe sind zum zentralen Grünraum ausgerichtet und die Bewohner können von hier aus direkt auf kurzem Weg in die Natur gehen. Die Wohnbebauung hat sich den vorhandenen Kiefernbeständen des ehemaligen Schießplatzes angepasst. Die zentrale, große Grünfläche ist naturnah gestaltet. Grundlage für die ergänzende Bepflanzung ist die vorhandene Vegetationsgesellschaft des Fingerkraut-Kiefern-Eichenwaldes.

München Heidemannstraße Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb, 1. Preis


Am nördlichen Stadtrand von München, dem ehemaligen Schießplatzgelände an der Fröttmaninger Heide, zwischen 1985 und 1990 ein Wohngebiet für 3000 Wohnungen gebaut.

Das städtebauliche Konzept für die Heidemannstraße löst sich diametral von den bis in die 70er Jahre praktizierten Leitbildern der aufgelösten Stadt, mit Punkthäusern und Wohnzeilen, in denen die Freiflächen auf ein Abstandsgrün reduziert werden.

Das Vorbild für die städtebauliche Planung des Baugebietes „Heidemannstraße“ war die Idee der Gartenstadt mit raumbildenden Höfen und mit Straßen und Plätzen, die von Alleen und Vorgärten begleitet sind. Das Ganze um einen großen ablesbaren Grünraum, der sich halbkreisförmig, entsprechend der Grundform des Quartiers, in einer großen Geste nach Norden zum Naturschutzraum der Fröttmaninger Heide öffnet.
Die schönen vorhandenen Kiefernbestände (Pinus Sylvestris) auf dem Gelände konnten erhalten bleiben.

Wir erhielten vom Maßnahmeträger, der GBWAG, den Auftrag für einen Freiflächengestaltungsplan der öffentlichen und privaten Freiflächen.
Damit sollte ein einheitliches Erscheinungsbild der Freiflächen, insbesondere der öffentlichen Räum, bei der verschiedenen Bauträgern im Gebiet erreicht werden. In dem Freiflächengestaltungsplan M= 1:500 wurden die generellen Höhen für die Straßen und die Erdgeschoßhöhen der Häuser festgelegt. Als weiterer Inhalt wurde die Bepflanzung der öffentlichen Räume mit den Alleen und den Vorgärten, die Möblierung, der Belag der Fußwege, die Beleuchtung, die Spartentrassen in Abstimmung mit den Baumgruben festgelegt.
Dieser Plan war bindend für die weitere Planung in den Gebieten der einzelnen Bauträger, da neben uns für die Freianlagen verschiedene Landschaftsarchitekten beauftragt wurden.
Die öffentlichen Räume sind so großzügig geplant: breite Gehwege, breite Hauszugänge und Plätze mit Sitzgelegenheiten für den Aufenthalt machen eine vielfältige Nutzung der Freiräume möglich.
Ein Netz von Radwegen verbindet Grünraum und Wohngebiete.
Die straßenbegleitenden Alleen haben breite Baumgräben (3m) damit die Bäume optimale Lebensbedingungen haben.
Die Haupterschließungstraßen wurden mit großkronigen Alleebäumen wie Berg- und Spitzahorn und Platanen, die Nebenstraßen mit Kleinkronigen Bäumen bepflanzt.
Die verschiedenen Baumarten dienen den Bewohnern als Orientierung: Blüten, Blatt, Laub und Herbstfärbung sowie Lindenduft bringen die Jahreszeiten in die Wohnanlage.
Die Vorgärten zu den Straßen sind zum Schutz der Erdgeschoßwohnungen etwas höher gelegt und mit geschnittenen Hecken bepflanzt.

Ruhige Wohnhöfe wechseln sich mit halböffentlichen Hofbereichen für die fußläufige Erschließung ab, sie sind mit geschnittenen Hecken und Blütensträuchern vor den Erdgeschoßwohnungen bepflanzt. Obstbäume und ein Großbaum, wie zum Beispiel eine Linde, spendet dem Kinderspielplatz für Kleinkinder Schatten.
Die halböffentlichen Hofbereiche für die fußläufige Erschließung sind architektonisch gestaltet. Breite Gehwege, Spielplätze, Sitzbänke sowie mit einem Brunnen und Kunst im öffentlichen Raum ausgestattet.
Kleinkronige Bäume begleiten die Wege, wichtige Blickpunkte oder Wegekreuzungen sind mit besonderen Bäumen wie Säuleneiche oder Säulenpappel bepflanzt.

Die Wohnbebauung hat sich den großen Kiefernbeständen des ehemaligen Schießplatzgeländes angepasst.
Das Gelände stellt einen naturnahen Übergang in die Fröttmaninger Heide dar. Die Kinder können dort ihre Abenteuerspielplätze selber gestalten.

Der öffentliche Raum ist inzwischen ein alltägliches grünes Wohnzimmer geworden.

Veröffentlichungen

Garten und Landschaft 08/1980
Wettbewerbe aktuell 08/1982

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Christine Stüber

Rainer Schmidt

Jan Dressler

Thomas Gusenburger

Werner Gehring

Planung

Gottfried und Anton Hansjakob Landschaftsarchitekten
Gottfried Hansjakob und Anton Hansjakob

Habsburger Platz 2/1
80801 München

Peter Petzold, Architekt
Peter Petzold


Projektinformationen

Projektzeitraum
1980 - 1990

Größe
360 Ha

Auftraggeber • Bauherr
Landhauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung
GBWAG, München

Adresse
Heidemannstraße
München


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