Hochwasserrückhaltebecken am Flussgraben (Neumarkt i.d.OPf)

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© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Bestand vor der Baumaßnahme 

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Fichten werden entfernt 

die nicht standortgerechten Fichten werden entfernt, damit der Auwald sich wieder revitalisieren kann.

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur als Amphibiengewässer umgebauter Fischteich 

im Hintergrund der von Fichten und Ablagerungen befreite Auwald

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Flussgraben 

naturnaher Bachlauf vor dem Drosselbauwerk

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Pflanzung der Eichen und Sträucher 

als Abschirmung zur B8 - positiv fürs Landschaftsbild!

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur als Amphibiengewässer umgebauter Fischteich 

das Wasser läuft nun frei über eine Art Fischtreppe ab, durch den Mönch ist der Wasserstand im Weiher nach wie vor steuerbar.

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Mulde am Flussgraben 

in der temporär Wasser steht - ideal für Spezialisten wie der Gelbbauchunke

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Kröten marschieren ein in die neu angelegten Laichgewässer 

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Kröten 

in renaturierter Quelle, revitalsisiertem Auengewässer

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur neu gepflanzte Gehölze 

© 2017  Christopher Trepesch | Trepesch Landschaftsarchitektur Hochwasserrückhaltebecken Flussgraben 

Unterhaltswege in der Beckensohle und am Damm mit vorgelagerter Bepflanzung

Hochwasserrückhaltebecken am Flussgraben (Neumarkt i.d.OPf) Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) mit spezieller artenschutzrechlticher Prüfung, Vorabschätzung (saP) mit ökologischer Baubegleitung


Durch den Umbau von zwei intensiv genutzten Fischteichen in Hochwasserrückhaltebecken wurde der Bachlauf über eine Strecke von ca. 250 Meter in seinen ursprünglichen Lauf gelegt. Bisher verlief der Bach durch die Fischteiche und der noch erkennbare Lauf durch den Auwald war nur im Fall eines Hochwassers durchströmt. Naturnahe Quellaustritte, deren Wasser bisher in die Teiche geleitet wurde, sind nun direkt an den Bachlauf angeschlossen.
Die intensive Nutzung der Fischteiche mit Ablagerungen und Beweidung wurde aufgegeben und rückgebaut. Damit ist die Nutzung weiter vom Bach abgerückt. Die Gefahr, dass Nährstoff belastetes Wasser in den Bach gelangt, ist gebannt.
Ein weiterer Fischteich (mit Staueinrichtung, Mönch) ist als Amphibiengewässer umgebaut worden. Stillgewässer in diesem von Karsterscheinungen geprägten Landschaftsraum sind Mangelware. Daher fällt die Aufwertung dieses Gewässers mit abgeflachten, besonnten Ufern als optimierter Laichplatz umso deutlicher ins Gewicht. Der Überlauf neben dem Mönch (damit bleibt der Wasserstand im Teich steuerbar) ist als raue Sohlrampe bzw. –gleite durchgängig für eine Vielzahl von Lebewesen eingerichtet worden (ähnlich einer Fischtreppe). Der Absturz aus Beton ist rückgebaut, Uferverbauungen sind entfernt und entsprechend abgeflacht, der Wasserstand abgesenkt. Der Bach läuft hier weiterhin durch den Teich. Durch den Umbau ist der gesamte Bachabschnitt entlang der drei Fischteiche nun für Lebewesen wieder durchgängig passierbar.

Die Aue ist an möglichst geringfügigen Eingriffspunkten naturnah gestaltet worden, indem der Bachlauf mit Struktur wie Steinen, Totholz und alten Wurzelstöcken angereichert wurde. Die künstlichen Aufschüttungen, auch Bauschutt und nährstoffreicher Boden aus ehe. Gartennutzung, an denen meist Neophyten (wie Springkraut, Impatiens glandulifera) und eintönige Staudengesellschaften (Brennessel und Brombeeren) wachsen, wurden weitgehend abgegraben. Die Hütten und Ablagerungen der Fischteich- und Freizeitnutzung am Bach wurden entfernt. Während der Baumaßnahme wurde ein gefasster Betonschacht ausgebaut und als naturnahe Quelle freigelegt. Bereits im ersten Jahr nach Fertigstellung konnten zahlreiche Erdkröten und Frösche im neu angelegten Gewässer erfolgreich ablaichen.
Auch die westlich des großen Hochwasserrückhaltebeckens befindlichen diffusen Sickerquellen wurden ebenfalls als Amphibienlaichgewässer optimiert. Dazu wurden die Mulden verbreitert und Gumpen angelegt.
In dem gewässerbegleitenden Gehölzsaum aus überwiegend Erlen waren zahlreiche nicht standorttypische Gehölze wie Fichten und Douglasien eingebracht, die zu Beginn der Baumaßnahme im Winterhalbjahr gerodet wurden. Damit konnte der Auwald reaktiviert werden, dass sich eine standortgerechte Pflanzengesellschaft entwickelt. Gezogene Wurzelstöcke aus den gebauten Becken wurden als zusätzliche Strukturanreicherung in der Fläche abgelagert.
Die Sohle der Hochwasserrückhaltebecken wurde im Heudruschverfahren begrünt. Bereits im Herbst 2017 war die Fläche als extensive Feuchtwiese entwickelt und soweit geschlossen, dass keine Gehölze anfliegen können. Im nächsten Jahr wird die Fläche gemäht und in ein Pflegekonzept übernommen. Die permanent Wasserführenden Mulden in der Beckensohle waren auch in Trockenphasen mit Wasser gefüllt. Böschungsflächen, die mit autochthonem Saatgut angesät wurden, haben sich ebenfalls schnell begrünt.
Die Pflanzung am Fuß der Böschung des Dammbauwerkes entlang der Bundesstraße als Abschirmung und Leitlinie wurde mit standortgerechten Sträuchern hergestellt. Große Stil-Eichen wurden gepflanzt.

 


Planungsbeteiligte Partner • Bauausführende Firmen

Ingenieurbau, Wasserbau
Ingenieurbüro Dotzer GmbH
Werner Dotzer Dipl. Ing. (FH) Ralph Dotzer Dipl. Ing. (FH)

Hermann-Stehr-Str. 23
92318 Neumarkt i.d. OPf.

Planung

TREPESCH landschaftsarchitektur
Christopher Trepesch

Steinhofgasse 11
92224 Amberg

Büro Genista
Georg Knipfer

Danzigerstraße 9
92318 Neumarkt i.d. OPf.


Projektinformationen

Projektzeitraum
2014 - 2017

Auftraggeber • Bauherr
Stadt Neumarkt i.d.OPf.
Umweltamt

Adresse

92318 Neumarkt i.d.OPf.


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