Sanierung Anton-Saefkow-Park, Berlin Prenzlauer Berg

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© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Denkmal Anton Saefkow 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Brunnen 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Eingang Greifswalder Straße 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Tennenweg mit Tiergartenband 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Rasenfläche an der Greifswalder Straße 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Tiergartenband 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Tennenweg 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Parcour Anlage Übersicht 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Parcour Anlage Detailansicht 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Aufenthaltsbereich 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Pflasterwege und Bestandstreppe 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Pflasterwege 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB neues Treppengeländer 

© 2020  Knut Honsell | Henningsen Landschaftsarchitekten PartG mbB Liegewiese 

Sanierung Anton-Saefkow-Park, Berlin Prenzlauer Berg


Der Anton-Saefkow-Park wurde zu Beginn der 1950er Jahre auf bis zu 15 Meter hohen Trümmeraufschüttungen als Volkspark angelegt und am 18. September 1955 als "Park Gumbinner Grund" eingeweiht. Drei Jahre später wurde die 13 Hektar große Parkanlage nach dem 1944 im KZ Brandenburg-Görden ermordeten Kommunisten und Widerstandskämpfer Anton Saefkow umbenannt. Inzwischen hatte sich eine stark eingewachsene Grünanlage mit sanierungsbedürftigen Wegen und Plätzen im schlechten Pflegezustand mit wenigen Angeboten für die Nutzer entwickelt.

Freiraum- und Entwicklungskonzept / Partizipation

2016 wurden unter Beteiligung der Bürger*innen in einem Freiraum- und Entwicklungskonzept die Potentiale und Defizite des Parks untersucht, analysiert und herausgearbeitet. Im Ergebnis konnte eine bestandsbezogene nachhaltige Aufwertung und Qualifizierung des Parks mit seinen Wegen, Eingängen und Parkbereichen sowie seiner barrierearmen Erschließung einvernehmlich festgelegt werden. Auf dieser Basis konnte der Park von 2017 bis 2020 mit Mitteln aus dem Stadtumbau umfassend erneuert und saniert werden.
Qualifizierung der Inneren Erschließung (Wege) und der Parkzugänge

Die innere Erschließung beinhaltet die barrierearme Instandsetzung und Ergänzung der Wege und Treppen inklusive der begleitenden Natursteinmauern und Einfassungen. Um eine möglichst barrierearme Parknutzung gewährleisten zu können, wurden die vorhandenen Treppenanlagen um Rampen und Handläufe ergänzt. Die Wege wurden zu großen Teilen mit einer wassergebundenen Wegedecke wiederhergestellt. Nur in den steileren Partien kam gelbes Betonpflaster zum Einsatz, um Erosionsschäden zu vermeiden. Die Parkzugänge wurden saniert und erweitert. Der markante Eingangsplatz an der Greifswalder Straße mit seinem Brunnen und der von der Künstlergruppe Krause, Nolde, Damerow Figur "Knabe mit Fisch" wurde ebenso saniert wie der Pergolaplatz an der Kniprodestraße. Die Zugangsbereiche aus dem Quartier der Anton-Saefkow-Straße wurden neu angelegt, um Kollisionen der Parknutzer*innen mit den Verkehrsteilnehmer*innen zu verhindern. Alle Zugänge haben eine neue Ausstattung mit Bänken, Fahrradständern, Papierkörben und Hinweisschildern erhalten.
Aufwertung der Aufenthaltsbereiche

Im Innern des Parks sind zwei Aufenthaltsplätze und der Bereich um das Anton-Saefkow-Denkmal mit der vom Bildhauer Hans Kies aus schwedischem Granit geschaffenen Büste von Anton Saefkow saniert und qualifiziert worden. Die großzügigen Rasen- und Wiesenflächen wurden neu eingesät und das aus der Entstehungszeit des Parks stammende Tiergartengitter wurde rekonstruiert. Neue Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote und Bankplätze stehen den Nutzern zur Verfügung. Der Spielplatz wurde um eine große Parcour-Anlage ergänzt und am Rundweg entlang der großen Liegewiese stehen jetzt einzelne Fitness-Geräte. Ebenfalls wurde ein Bereich als Hundeauslaufplatz eingezäunt und ausgewiesen. Mit der Sanierung der Parkanlage wurden über 50 standortgerechte Bäume gepflanzt. Als verbindendes Element wurden an Eingängen und Plätzen einheitliche Pflanzflächen mit Bodendeckern, Rosen, Zwergspieren und Deutzien hergestellt.
Pflege und Unterhaltung

Parallel zu den Bauarbeiten wurde ein Pflege- und Entwicklungskonzept für die Parkanlage erarbeitet. Als Grundlage diente das "Handbuch Gute Pflege" ebenso wie die intensiven Abstimmungen mit den Fachämtern und den Vertretern des vor Ort ansässigen Pflegereviers. Zur Erleichterung der Pflegearbeiten wurde eine neue Bewässerungsanlage mit Unterflurhydranten installiert.

Mehr.Wert.Grün
- Fundierte Grundlage für Fördermittelbeschaffung
- Parkentwicklung von der Entstehungszeit zur zeitgemäßen Nutzung
- Beteiligung in Workshops

  

Projektbeteiligte Mitarbeiter innerhalb des Büros

Eva Zerjatke, Knut Honsell, Jens Henningsen, Johanna Fecke, Stefan Otten, Katarina Radosavljevic, Julia Rückschloss, Christiane Eiselt-Sterl, Alexander Dietz

Planung

Henningsen Landschaftsarchitekten
Jens Henningsen, Knut Honsell, Eva Zerjatke

Karl-Marx-Allee 143
10243 Berlin


Projektinformationen

Projektzeitraum
2016 - 2020

Größe
26.000 qm

Bausumme
1,53 Mio Euro

Auftraggeber • Bauherr
Bezirksamt Pankow von Berlin, Straßen- und Grünflächenamt

Adresse
Anton-Saefkow-Straße
10407 Berlin

 

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