Stadtpark Erding Stadtparksanierung und -umstaltung, Bauabschnitt 1 und 2

Entwurf Stadtpark Erding, BA1 und BA2 © NRT

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Sitzstufen am Ufer der Sempt © NRT

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Keltenspielplatz unter Bäumen mit großer vorgelagerter Spiel-/ Liege-Wiese © NRT

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Keltenspielplatz mit Niederseil-Klettergarten © NRT

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Naturnaher, nicht betretbarer Abschnitt der Sempt © NRT

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Steg zur Holzplattform am naturnahen Nebenarm der Sempt © NRT

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Wasserspielpatz © NRT

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Wasserspielpatz © NRT

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Wege im Bereich Bewegungsparcours, Schachfelder und Boulebahn © NRT

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Schachfelder © NRT

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Entwurf Stadtpark Erding, BA1 und BA2 © NRT

Sitzstufen am Ufer der Sempt © NRT

Keltenspielplatz unter Bäumen mit großer vorgelagerter Spiel-/ Liege-Wiese © NRT

Keltenspielplatz mit Niederseil-Klettergarten © NRT

Naturnaher, nicht betretbarer Abschnitt der Sempt © NRT

Steg zur Holzplattform am naturnahen Nebenarm der Sempt © NRT

Wasserspielpatz © NRT

Wasserspielpatz © NRT

Wege im Bereich Bewegungsparcours, Schachfelder und Boulebahn © NRT

Schachfelder © NRT

Der unmittelbar südlich der Altstadt Erding gelegene Stadtpark ist das grüne Herz der Stadt Erding. Es handelt sich um einen historisch gewachsenen Bereich mit hohem Nutzungsdruck, wodurch die Eingriffe in diesem Areal einer sehr sensiblen und dialogorientierten Vorgehensweise unterworfen waren. Der nördliche Teil (BA 1) erstrahlt seit seiner Neueröffnung im Juni 2013 wieder in neuem Glanz und der südliche Abschnitt (BA 2) wurde bereits in Großteilen eröffnet.
Ziel der Planung war eine sensible und naturschutzfachlich abgestimmte Pflege des Gehölzbestandes, welche das Nutzungsspektrum des Parks an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Bevölkerung anpasst und eine am Leitbild des historischen Landschaftsparks orientierte Raumaufteilung mit vielfältigen Blickbeziehung schafft.

Ziel war es, möglichst zusammenhängende Freiräume in Anlehnung an die historischen Flächen herauszuarbeiten. Der wertvolle Baumbestand kommt durch diese Maßnahmen besser als bisher zur Geltung und die ökologische Diversität des Bestandes hat sich verbessert. Zur Unterstützung der Raumwirkung wurden auch gezielte Neupflanzungen durchgeführt. Im Bereich der Semptbrücke, die den nördlichen (BA 1) mit den südlichen (BA 2) Parkteil verbindet wurde durch Freistellungen im Baumbestand und Verlagerung von Nutzungen eine Sicht- und Raumbeziehung zwischen beiden Parkteilen hergestellt.
Durch den Erwerb eines bisher wenig genutzten Gebietes wurde dem Ausstattungsspektrum des Parks mit einer dezidiert extensiven, naturnahen Zone eine neue Facette hinzuzufügt. Die im BA 1 erbaute Aussichtsplattform, die „Himmelsleiter“ und das „Grünen Klassenzimmer“ auf der Halbinsel zwischen Sempt und Altarm ermöglicht eine behutsame naturpädagogische Nutzung des Areals für Schulklassen und Kindergartengruppen. Der Nebenarm/ Auenbereich in BA 2 wurde erweitert, naturnah gestaltet und der Bereich durch einen Steg mit Holzplattform erlebbar gemacht.
Die Flussböschungen an der Sempt wurden an vier Bereichen durch Sitzstufen zugänglich gemacht und laden zum Verweilen ein. Diese zugänglichen Bereiche wechseln sich ab mit naturnahen, nicht betretbaren Abschnitten, die ausschließlich der Flora und Fauna vorbehalten sind.
Im nördlichen Parkteil (BA 1) bildet der Bereich um das Weniadunum einen Schwerpunkt. Der Spielplatz wird von wertvollem Baumbestand eingefasst bzw. überstanden. Das Leitthema ist die „Keltenzeit“, da diese Epoche eng mit der Frühgeschichte der Stadt verknüpft ist. Es wurden Spiel- und Aufenthaltshütten mit typischen keltischen Elementen im Sinne eines Runddorfes angeordnet. Wallartige Geländemodellierungen, Findlinge und der Einsatz von natürlichen Bodenmaterialien, keltischen Farben sowie Ornamenten geben dem Ort den entsprechenden Charakter. Eine Toranalage, ein Aussichtsturm mit Rutsche, ein Brunnen sowie Zäune aus Weidengeflecht komplettieren das Ensemble. Ausgehend von einem Baumhaus erstrecken sich in das Wäldchen hinein die Pfade eines „Niederseil-Klettergarten“ mit Slacklines, Balancier- und Klettergeräten, sowie einer Seilbahn. Im südlichen Parkteil (BA 2) befindet sich mit dem Wasserspielbereich/ -wiese mit Bachlauf sowie dem Freigehege ein weiterer Hotspot. Der Spielbereich ist in Form des Erdinger Altstadt Ovals ausgebildet, der von einem bespielbaren Wassergraben umgeben ist. Diese Insel ist in Teilen von einer sitzhohen Ziegelmauer (symbolisiert Stadtmauer) eingefasst. Die Übergänge vom Aufenthalts- und Umgebungsbereich auf die Insel erfolgen durch Öffnungen in der „Stadtmauer“ über unterschiedlich gestaltete Brücken/ Stege/ Furten. Die Innenstruktur dieser Spielinsel in Form einer durchgängigen vielgestaltigen Kletterkombination auf etwas höherem Niveau orientiert sich an dem Straßenkreuz der Altstadt, auch die Aufweitung des Marktplatzes wurde nachgebildet. Typische historische Nutzungen wurden als konkrete Spielsituationen nachgebildet (z.B. Loderer an der Mühle). Östlich daran schließt ein klassischer Sandspielplatz mit Geräten und Spielmöglichkeiten für die Allerkleinsten sowie eine Geländerutsche an.
An der Westseite der großen Wiese befinden sich die Aktionsfelder für Erwachsene und Senioren. Hier wurden Schachfelder, Boule-Bahnen und Fitnessgeräte unter schattenspendenden Bäumen angeordnet. Die Fitnessgeräte wurden fortgeführt entlang dem Rundweg um die Wiese, ergänzt durch Sitzmöglichkeiten und Infosysteme.

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Planungsbüro

NRT Narr-Rist-Türk
Marzling

Projektzeitraum
BA1: 2010, BA2: 2015 - BA1: 2013, BA2: 2020

Bausumme
BA1: 2,4 Mio € (brutto), BA2: 4,1 Mio € (brutto)

Auftraggeber
Stadt Erding

Adresse
Haager Staße
85435 Erding