Waldorfschule am Prenzlauer Berg

Der Freiraum wird zum Gemeinschaftsort für alle Altersstufen © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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© Paul Giencke

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Unversiegelt und Grün - ein klimaangepasster und schulgerechter Freiraum. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Der unversiegelte Pausenhof als multifunktionale Bewegungsfläche, Ruhe- und Austausch am Rand. Sitzelemente wurden gemeinsam mit den Schülern entwickelt und gebaut. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Werkhof mit Sitzstufen - Bildhauer und Schauspieler. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Rau neben glatt. Eine bepflanzte Versickerungsmulde fasst eine Werkinsel aus Ortbeton ein. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Alt neben neu. Grüne Schulterrassen erweitern die Klassenräume. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Blühende Versickerungsmulde als Sichtbarmachung von Regenwasser. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Dezentrale Versickerungsmulde in einer Freiraumnische. Die angepasste Schattenpflanzung bringt Grün in den Senkbereich. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Neben den Versickerungsmulden wurden auch die Bewegungsflächen zu einem Großteil unversiegelt hergestellt. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Der nördliche Schulhof passt sich als grüner Freiraum unter die Bestandsbäume ein. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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An die Baumstandorte angepasste Stampfbetonmauern erzeugen Sport- und Aufenthaltsbereiche. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

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Der Freiraum wird zum Gemeinschaftsort für alle Altersstufen © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

© Paul Giencke

Unversiegelt und Grün - ein klimaangepasster und schulgerechter Freiraum. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Der unversiegelte Pausenhof als multifunktionale Bewegungsfläche, Ruhe- und Austausch am Rand. Sitzelemente wurden gemeinsam mit den Schülern entwickelt und gebaut. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Werkhof mit Sitzstufen - Bildhauer und Schauspieler. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Rau neben glatt. Eine bepflanzte Versickerungsmulde fasst eine Werkinsel aus Ortbeton ein. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Alt neben neu. Grüne Schulterrassen erweitern die Klassenräume. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Blühende Versickerungsmulde als Sichtbarmachung von Regenwasser. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Dezentrale Versickerungsmulde in einer Freiraumnische. Die angepasste Schattenpflanzung bringt Grün in den Senkbereich. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Neben den Versickerungsmulden wurden auch die Bewegungsflächen zu einem Großteil unversiegelt hergestellt. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Der nördliche Schulhof passt sich als grüner Freiraum unter die Bestandsbäume ein. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

An die Baumstandorte angepasste Stampfbetonmauern erzeugen Sport- und Aufenthaltsbereiche. © 2020 Paul Giencke, GM013 Landschaftsarchitektur

Im Zuge des Neubaus der Kindertagesstätte und der Sanierung der Waldorfschule am Prenzlauer Berg - Berlin wurden die Außenanlagen neu gestaltet. Ein großzügiger Schulhof mit Rückzugsmöglichkeiten, neuen Werk- und Pausenterrassen und unterschiedlichen intensiven Spiel- und Sportbereichen bilden die gemeinsamen Außenanlagen.

Die gleiche formale Sprache und eine nachhaltige, naturhafte Materialwahl bindet die Außenanlagen zusammen. Der sichtbare Umgang mit dem Regenwasser und die Versickerung vor Ort sind Teil des pädagogischen Konzepts.

Klimaangepasste & nachhaltige Gestaltung
Ein Spiel mit den Kontrasten zwischen naturhaftem Freiraum und urbanen Funktionsbereichen zieht sich durch die Gestaltung aller Bereiche, durch alle Maßstäbe und Materialien. Hart neben weich, rau neben glatt. Um sensible Bereiche zu schützen, wurden angrenzende Räume umso intensiver und nutzungsorientierter gestaltet. Ein nachhaltiger und ökologischer Ansatz für die Gestaltung hat sich wie selbstverständlich aus der Überlagerung der Ideen eines klimaangepassten Freiraums und der Waldorfpädagogik ergeben. Die versiegelte Fläche wurde auf ein Minimum reduziert, Regenwasser wird zum spielerischen und gestalterischen Element, die Wiese darf wachsen und die Wildhecke piksen. Verdunstungsflächen bringen Kühle auf den Schulhof.

Ausnahmslos alle Bestandsgehölze wurden als Schattenspender erhalten, die Planung wurde eingepasst. Naturerlebnis- und -verständnis als pädagogisches Lehrziel wurden bereits in der Planungsphase berücksichtigt. Systemische Zusammenhänge, der Umgang mit Regenwasser als natürliche Ressource, die Veränderung des Freiraums mit den Jahreszeiten und Alterungsprozesse werden bewusst ausgearbeitet und sichtbar gemacht. Das Regenwasser wird als gestalterisches Element in die Planung integriert. Dezentrale Versickerungsmulden erzeugen eine räumliche Kleinteiligkeit und durch ihre intensive Bepflanzung unterschiedlichste Atmosphären. Großblättrige Stauden, zurückhaltende Bodendecker und Blütenwiesen wechseln sich ab. Andere Versickerungsmulden werden zum robusten Spielraum. Die nachhaltige Pflanzenwahl von alten Obstbaumsorten über klimaresiliente, autochthone Wiesenansaaten und essbare Wildhecken entsprechen ebenso dem pädagogischen Grundgedanken.

Multifunktionale Pausenfläche
Der Freiraum wird zum Gemeinschaftsort für alle Altersstufen - während der Unterrichtszeit, in den Pausenzeiten und auch außerhalb der Schulzeit. Neben großen, multifunktionalen Flächen stehen vielfältige, kleinteilige Freiräume für Unterricht im Freien - für Musik, Werken, Kunst und Gartenbau - zur Verfügung. Die Gestaltung und Programmatik der unterschiedlichen Bereiche wurden teilweise in Schülerworkshops erarbeitet und auch praktisch im Werkunterricht umgesetzt. So entstanden in einer gemeinsamen Anstrengung aus Abbruchsteinen gemauerte Einfassungen und Sitzmauern.

Grüner Werkhof
Mit der Sanierung des alten Plattenbaus erhielt das Souterrain mit den Werk-, Kunst- und Gartenbauräumen neue Ausgänge zum Schulhof. Die Böschung schwingt weich zurück und erzeugt einen großzügigen Werkhof als vorgelagerten Arbeitsraum. Sitzmauern aus Stampfbeton zeichnen mehreren Ebenen in den entstehenden Hang und machen diesen für Aufenthalt, Spiel oder als Bühne für Aufführungen im Hofbereich nutzbar. Der Werkhof selbst stellt sich versickerungsfähig als einheitliche Kiesfläche dar, die Arbeitsbereiche sind als vier unterschiedlich große Ortbeton-Linsen eingezeichnet. Die Versickerungsmulden werden zu grünen Oasen zwischen den einzelnen Arbeitsbereichen.

Garten- und Sportbereich
Das neue Ballspielfeld schiebt sich auf der straßenzugewandten Gebäudeseite unter die Bestandsbäume, der Ballfangzaun passt sich in seiner Höhenentwicklung ein. Calisthenics und ein zum Souterrain abgesenkter Bereich mit Sitzmauern und einer Tischtennisplatte ergänzen die Bewegungsangebote. Eine neue Wildhecke mit essbaren Früchten und als Lebensraum für Stadttiere grenzt den grünen Schulfreiraum semitransparent zur Nachbarschaft ab.

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Dokumente zum Download

Artikel in der bdla-Verbandszeitschrift "Landschaftsarchitekten" 3/2020

PDF (0.7 MB)

Planungsbüro

GM013 Landschaftsarchitektur
Berlin

Mitarbeiter
Lukas Butzer, Martin auf der Lake, Rubin Ries

Projektzeitraum
2017 - 2021

Größe
3.900 qm

Bausumme
560.000 €

Auftraggeber
Förderverein Schulemachen e.V.

Adresse
Gürtelstraße 16
10409 Berlin
Deutschland

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Projekttyp
Spielplätze, u.a. an Kitas und Schulen